Die wichtigsten Vitalstoffe für Diabetiker

Warum sind bestimmte Vitalstoffe für Diabetiker besonders wichtig? Die Erfahrung zeigt, dass viele Zuckerpatienten mit lebenswichtigen Vitalstoffen wie etwa Magnesium oder Folsäure unterversorgt sind. Grund ist oft eine diabetesbedingt gestörte Nierenfunktion.

Vitalstoffe können die Diabetes-Therapie unterstützen
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Obwohl einige Vitalstoffe für Diabetiker von ganz spezieller Bedeutung sind, sind nicht alle Zuckerpatienten optimal mit Mineralstoffen und Vitaminen versorgt. Dafür gibt es mehrere Gründe: So werden wichtige Vitalstoffe wie zum Beispiel Magnesium oder Vitamin C bei Diabetikern mit gestörter Nierenfunktion verstärkt mit dem Urin ausgeschieden. Auch die regelmäßige Einnahme bestimmter Medikamente zur Senkung des Blutzuckerspiegels kann den Vitalstoffhaushalt durcheinanderbringen.

Darüber hinaus versuchen vor allem übergewichtige Typ-2-Diabetiker immer wieder, einige der überschüssigen Pfunde loszuwerden. Das führt dazu, dass sie zumindest phasenweise eine strengere Diät einhalten. Doch dabei kann es leicht passieren, dass bestimmte Vitalstoffe zu selten auf den Tisch kommen.

Vitalstoffe unterstützen die Diabetestherapie

Ein chronischer Mangel an wertvollen Vitalstoffen erhöht das Risiko für Diabetes-Folgeschäden. Zu den gefürchteten Komplikationen der Zuckerkrankheit gehören vor allem Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen, Amputationen und Erblindung. Um diesen Folgeerkrankungen vorzubeugen, kommt es in erster Linie darauf an, dass der Blutzuckerspiegel möglichst gut eingestellt ist.

Daneben ist aber auch eine optimale Versorgung des Körpers mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen wichtig. Denn diese braucht der Organismus, um besser gegen Zellschäden, Gefäßerkrankungen und andere Folgen der Zuckerkrankheit gewappnet zu sein.

Mahlzeiten am besten frisch zubereiten

Basis für einen optimalen Nährstoffmix ist eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung mit viel frischem Gemüse und Obst sowie Vollkornkost, Milchprodukten und Hülsenfrüchten. Außerdem sollten Diabetiker regelmäßig Fisch essen, fettarmes Fleisch bevorzugen und hochwertige Pflanzenöle verwenden.

Doch selbst bei Diabetikern, die Wert auf eine ausgewogene Kost legen, sind Vitalstoff-Defizite möglich. Dann kann es nach Rücksprache mit dem Arzt sinnvoll sein, den Mangel durch eine gezielte Nahrungsergänzung mit entsprechenden Präparaten aus der Apotheke auszugleichen.

Besonders wichtige Vitalstoffe für Diabetiker

Magnesium ist entscheidend am Zuckerstoffwechsel beteiligt und darüber hinaus unter anderem für die normale Funktion des Herzmuskels wichtig. Magnesiummangel erschwert eine gute Stoffwechseleinstellung. Defizite an dem Mineralstoff begünstigen zudem Bluthochdruck.

Zink verbessert die Wirkung des Insulins in den Zellen. Diabetiker haben einen erhöhten Bedarf, da sie über die Nieren deutlich mehr Zink ausscheiden als stoffwechselgesunde Menschen. Wenn Zuckerpatienten unter hartnäckigen Hautpilzinfektionen oder schlechter Wundheilung leiden, könnte dahinter ein Zinkmangel stecken.

Chrom verbessert die Verwertung des Blutzuckers zur Energiegewinnung. Eine optimale Versorgung mit diesem Spurenelement kann daher bei Diabetikern eine gute Einstellung des Blutzuckerspiegels erleichtern.

B-Vitamine spielen eine zentrale Rolle im Zuckerstoffwechsel. Dabei ist für Diabetiker vor allem eine gute Versorgung mit den Vitaminen B1, B6, B12 und Folsäure (B9) wichtig, da sie zu einer normalen Funktion des Nervensystems beitragen. Folsäure senkt außerdem den Homocysteinspiegel im Blut.

Vitamin C fehlt vielen Diabetikern. Eine schlechte Versorgung leistet Zellschäden Vorschub, was die Entstehung von Folgeerkrankungen begünstigen kann. Wer reichlich Gemüse und Obst isst, beugt so einem Mangel vor.

Omega-3-Fettsäuren fehlen häufig, da Typ-2-Diabetiker oft auch unter Störungen des Fettstoffwechsels leiden: Ihre Cholesterin- und Triglyzeridwerte sind zu hoch. Omega-3-Fettsäuren können den Triglyzeridspiegel senken und entzündungshemmend wirken. Außerdem verbessern die gesunden Fettsäuren, die vor allem in Seefischen vorkommen, die Durchblutung speziell in den kleinen Gefäßen von Nieren und Netzhaut.

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