Stress im Homeoffice – was tun?

Junge Frau arbeitet am Laptop zu Hause

Seit Beginn der Corona-Pandemie arbeiten mehr Menschen zuhause als je zuvor. Das hat zwar Vorteile - aber gleichzeitig hat der Stress im Homeoffice zugenommen. Eine konsequente Anti-Stress-Strategie hilft.

Laut einer Untersuchung des Ifo-Instituts München ist Homeoffice ein Zukunftstrend - auch wenn wir die Pandemie im Griff haben, werden immer mehr Menschen zumindest zeitweise zuhause arbeiten. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Weg ins Büro entfällt, die Zeit lässt sich freier einteilen.

Doch es gibt natürlich auch Schattenseiten. Schnell können sich zuhause Arbeit und Freizeit vermischen, und die Entspannung kommt zu kurz. Nach einer Befragung der DAK fehlt 47 Prozent der Beschäftigten im Homeoffice die klare Trennung zwischen Beruf und Privatleben. Stress im Homeoffice ist damit vorprogrammiert.

Strategien gegen Stress im Homeoffice

Wichtig ist vor allem eine feste Struktur. Grenzen Sie Arbeit und Privatleben klar voneinander ab - indem Sie einen festen Arbeitsplatz einrichten und die Arbeitszeiten genau definieren und einhalten. Machen Sie Ihre Pausen nicht am Schreibtisch, sondern wechseln Sie den Raum. Sorgen Sie möglichst zwischendurch immer mal wieder für Bewegung. Essen Sie nicht am Arbeitsplatz – das ist zwar mitunter unbequem, reduziert aber den Stress im Homeoffice.

Wer für seine Arbeit einen guten Plan erstellt und sich konsequent daran hält, agiert mit System und kommt schneller zum Ziel. Das gelingt nicht immer, aber das Wesentliche bleibt im Blick, auch wenn es mal Unterbrechungen gibt. Disziplin spielt dabei eine große Rolle. Sie fällt zuhause natürlich nicht so leicht, ist aber wichtig, damit der Stress im Rahmen bleibt: sich nicht gehen lassen, sondern umsetzen, was man sich vorgenommen hat. Diese Grundregel gilt nicht nur für die Arbeitsabläufe, sondern auch fürs Essverhalten. Während der Arbeit empfiehlt sich leichte Kost wie frisches Obst, Nüsse oder Trockenfrüchte. Denn ein voller Magen macht müde und mindert die Konzentration. Damit steigt die Anfälligkeit für Ablenkungen - und letzten Endes auch der Stress.

Eintönigkeit lähmt den Arbeitsfluss. Sorgen Sie deshalb bewusst immer wieder mal für Abwechslung und veränderte Tagesabläufe. Wählen Sie zum Beispiel für Besprechungen mal das Telefon und mal die Videokonferenz. Wer tagsüber lange vor dem Bildschirm sitzt, sieht besser nicht auch noch am Abend fern. Sondern liest eher mal was, spielt mit der Familie oder treibt Sport. Vor allem Bewegung macht den Kopf wieder frei und baut den angestauten Stress im Homeoffice ab.

Stress schlägt oft auf den Magen

Stress und Bewegungsmangel führen oft zu unangenehmen Magen-Darm-Beschwerden. So hemmt stundenlanges Arbeiten vor dem Bildschirm die Darmperistaltik - Verstopfung kann die Folge sein. Ständiges Sitzen engt den Darm ein und behindert die Durchblutung. Kommt dann noch eine ungesunde Ernährungsweise mit vielen Snacks und Süßigkeiten hinzu, die gerne nebenbei am PC gegessen werden, geraten die sensiblen Abläufe im Verdauungstrakt schnell aus dem Takt. Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl oder Übelkeit können die Folge sein. Das Homeoffice wird dann auch für Magen und Darm zur Stressfalle.

Dem Kneifen und Zwicken im Bauch liegen zumeist keine organischen Erkrankungen zugrunde. Die unangenehmen und belastenden Symptome können daher ohne weiteres selbst behandelt werden - zum Beispiel mit pflanzlichen Präparaten. Abhilfe bei Magen-Darm-Beschwerden bringen zum Beispiel Arzneimittel mit Heilkräutern wie etwa Ginseng, Ingwer und Süßholzwurzel. Sie können die Magenschleimhaut schützen, die Darmtätigkeit fördern und die gestresste Verdauung beruhigen.

Eingestellt am: 21. Mai 2021