Machen Sie Schluss mit der Erkältung

Wohl jeder von Schnupfen geplagte Mensch fragt sich: Wann ist endlich Schluss mit der Erkältung? Wer rechtzeitig zurückschlägt, kann die Krankheitsdauer verkürzen.

Schluss mit der Erkältung
Das Smartphone ist eine Keimschleuder. Foto: © Fotolia/Monkey Business /SB

1. Tag: Der Schnupfen bahnt sich an

Häufiges Niesen, Halskratzen, eine verstopfte Nase oder das diffuse Gefühl von Abgeschlagenheit kündigen eine Erkältung an. Der Körper versucht, die Krankheitserreger loszuwerden, die wir über die Nase einatmen oder über den Mund aufnehmen. Jetzt heißt es: sofort zurückzuschlagen. Zur Abwehr der Virenattacke stehen bewährte Arzneipflanzen zur Verfügung - wie zum Beispiel Sonnenhut und Lebensbaum. Sie können die Erkrankung ursächlich bekämpfen. So ist schneller Schluss mit der Erkältung: Bei den ersten Anzeichen angewandt, können Schnupfen & Co. um bis zu drei Tage verkürzt oder zumindest die Symptome deutlich gelindert werden.

2. Tag: Die Erkältung bricht aus

Die zweite Abwehr­­attacke des Immun­­systems startet mit einer vermehrten Schleimproduktion. Der Fließschnupfen soll die Erreger möglichst schnell aus der Nase spülen. Zunächst können sich die eingedrungen Viren aber meist noch vermehren, die Nasen­­schleim­­­haut entzündet sich. Manchmal infizieren die Keime auch den Rachen, dann entstehen unangenehme Halsschmerzen. Sie lassen sich mit Lutschpastillen aus der Apotheke ein wenig abschwächen. Ursächlich wirkende Pflanzenpräparate lindern die Erkältungssymptome zusätzlich.

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3. Tag: Der Höhepunkt

Jetzt ist bei normalem Verlauf der grippale Infekt voll aus­­gebrochen. Manchmal reagiert der Körper mit Fieber. Das ist sinnvoll und hilft, die Viren zu bekämpfen. Viele Patienten klagen auch über Glieder­­schmerzen. Dringen die Viren bis in die Bronchien vor, wehrt sich der Körper mit Husten. Häufig ist die Nase verstopft: Man kriegt schlecht Luft und das Atmen fällt schwer. Dann hilft ein abschwellendes Nasenspray aus der Apotheke.

4. Tag: In der Ruhe liegt die Kraft

Jetzt geht es darum, die Therapie konsequent fortzusetzen. Und sich außerdem viel Ruhe zu gönnen. Alle Kräfte werden nun für den Kampf gegen die Viren benötigt. Deshalb heißt die Devise: kürzer treten, viel schlafen, Stress und körperliche Aktivitäten vermeiden – so kann sich der Körper ganz auf die Virenbekämpfung konzentrieren.

5. Tag: Der Körper braucht Vitamine

Infektabwehr ist für den Körper Schwerstarbeit – und wer hart arbeitet, braucht viel Energie. Eine optimale Versorgung hilft. Am besten ist eine vitaminreiche, leichte Kost mit viel Gemüse, Salat und Obst. Außerdem wichtig ist es natürlich, viel zu trinken. Ideale Getränke sind Erkältungstee und Wasser.

6. Tag: Die Lebensgeister kehren zurück

Wenn die frühzeitig begonnene Therapie mit einem pflanzlichen Arzneimittel greift, kommen jetzt die Lebensgeister langsam wieder. Wer bei Kräften ist, kann einen Spaziergang wagen. Das bringt den Kreislauf und die Abwehrkräfte in Schwung.

7. Tag: Schluss mit der Erkältung

Endlich Schluss mit der Erkältung! Der konsequente Kampf gegen den Schnupfen hat sich gelohnt. Jetzt kann man langsam zum Alltag zurückfinden, sollte aber nicht sofort wieder Vollgas geben - um sich richtig zu erholen.

Vorbeugen ist besser als husten

Eine Erkältung schnell zu überwinden, ist gut. Noch besser wäre es natürlich, wenn wir uns gar nicht erst anstecken. Tatsächlich gibt es einige Möglichkeiten, die Infektion mit Erkältungs- oder Grippeviren zu vermeiden. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Smartphone: Denn es ist ein großer Keimträger.

Zwischen 60 und 90-mal täglich greifen die Menschen zu ihrem Handy: mal eben WhatsApp, Threema & Co checken, die brandaktuellen Nachrichten abrufen oder auf Facebook und Instagram einen Blick auf die neuesten Infos und Bilder werfen. Das Smartphone gehört zum Alltag und ist immer zur Hand. Doch durch das häufige Anfassen sammeln sich auf dem Display mehr Keime als auf so mancher Toilette. Laut einer Studie ist jedes sechste Mobiltelefon sogar mit Fäkalkeimen verunreinigt. Daher ist gerade für Handy-Fans Händewaschen und Smartphone putzen ein Muss, um den grassierenden Viren nicht selbst noch Vorschub zu leisten.

Das Smartphone als Keimschleuder

Zu selten werden die geliebten Geräte geputzt und die Hände vorm Anfassen des Smartphones gereinigt. Unsere Handy-Knigge-Tipps machen die Smartphone-Nutzung sauberer:

  • Beim Essen sollte das Handy in Hand- und Hosentasche bleiben. Kommen Speisereste oder Fette von den Händen auf das Display, wird es praktisch zum Nährboden, und die Keime wachsen besonders gut auf der Oberfläche.
  • Das Smartphone solle im Bad tabu sein. Aus Krankenhaustoiletten können sogar resistente Keime verschleppt werden.
  • Wer auf dem Weg zur Arbeit in öffentlichen Verkehrsmitteln erst den Haltegriff und dann das Handy anfasst, sollte im Büro das Display mit einem Mikrofasertuch und alkoholfreiem Hygienespray reinigen.
  • Für die Reinigung zwischendurch reicht ein trockenes Mikrofasertuch. Damit können schon 80 Prozent der Keime entfernt werden.
  • Displayschutz ist auch Keimschutz: Auf einer Displayfolie halten sich die Keime schlechter.
  • Kratzer sind nicht nur unschön, sondern auch ein Versteck für Viren und Bakterien.

Das A und O: Händewaschen

Der wichtigste Alltagstipp, damit wir uns die Erkältung buchstäblich „vom Hals“ halten können, ist regelmäßiges und gründliches Händewaschen. Am besten 20 bis 30 Sekunden mit Seife, denn dann lässt sich die Keimzahl an den Händen auf ein Tausendstel reduzieren. Wer es richtig machen möchte, achtet darauf, dass nicht nur die Handflächen eingeseift werden, sondern auch die Fingerzwischenräume, Daumen, Handrücken und Fingerspitzen. Danach wird die Seife gut abgespült. Auch gutes Abtrocknen ist wichtig.

Händewaschen ist angesagt…

  • wenn wir nach Hause kommen
  • wenn wir Tür- und Haltegriffe angefasst haben
  • nach dem Toilettengang
  • wenn wir Kindern beim Toilettengang geholfen haben
  • nach jedem Husten oder Niesen
  • wenn wir den Abfall aus der Wohnung getragen haben
  • bei Kontakt zu Tieren oder Tiernahrung
  • vor Mahlzeiten
  • vor, bei und nach der Zubereitung von Speisen
  • beim Kontakt mit Kranken

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