Erkältungen: schnell behandeln, schneller gesund

Bei Erkältungen schneller gesund werden
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Mit dem Herbst kommt der Husten. Normalerweise kein Grund zur Aufregung – aber in diesem Jahr ist nichts normal. Bei allen Erkältungen stellt sich die bange Frage: Ist das einfach Schnupfen oder vielleicht Covid-19?

Weil neben den altbekannten Atemwegsviren das neue Corona-Virus grassiert, ist es wichtiger denn je, Erkältungen rasch und effektiv zu behandeln. So wird das Immunsystem entlastet und kann sich auf die Bekämpfung gefährlicher Viren konzentrieren. Eine aktuelle Studie zeigte: Wer bei Schnupfen oder Bronchitis pflanzliche Arzneimittel nimmt, wird schneller wieder gesund.

Tückisch und unberechenbar: Viren sind nicht zu unterschätzen, das hat die Corona-Pandemie eindrucksvoll gezeigt. Jede Virusinfektion schwächt den Organismus und stellt das Immunsystem vor große Herausforderungen. Denn die winzigen Erreger haben spezielle Eigenschaften, mit denen sie unsere Abwehrzellen immer wieder austricksen. Dabei bestehen sie gerade mal aus ein paar Molekülen, die nur ihre Erbsubstanz enthalten. Viren haben keine Zelle und keinen Stoffwechsel. Aus streng biologischer Sicht sind sie gar keine Lebewesen. Dennoch können sie uns das Leben schwer machen.

Erkältungen werden fast immer von Viren ausgelöst

Allein kommen Atemwegsviren nicht weit. Um sich zu vermehren, brauchen sie uns als Wirt. Atmen wir virenhaltige Tröpfchen oder Aerosole ein, docken die Erreger an den Schleimhautzellen in Nase, Rachen oder Bronchien an. Anschließend nutzen sie bestimmte Rezeptoren der Wirtszelle, um sich Zugang zum Zellkern zu verschaffen. Ist der erobert, wird seine Funktion komplett umprogrammiert: Die Wirtszelle produziert von nun an nur noch neue Viren. Nach einer Weile stirbt sie ab und setzt tausende Viren frei, die sofort weitere Zellen infizieren.

Der Körper reagiert auf die Infektion mit einer Entzündung. Innerhalb von ein, zwei Tagen treten Halsschmerzen oder Fließschnupfen auf, oft kommen Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen hinzu. Typische Anzeichen für einen schweren Verlauf sind hohes Fieber, trockener Husten, starke Müdigkeit, Gliederschmerzen und Schwächegefühl. All diese Symptome sind Ausdruck der heftigen Abwehrreaktion des Körpers. Um Krankheitserreger unschädlich zu machen, nutzt unser Organismus zwei Verteidigungsapparate: Neben dem angeborenen Immunsystem baut er im Lauf des Lebens eine erlernte Abwehr auf, die gezielt einzelne Erreger attackiert.

Das angeborene Immunsystem muss fit sein

Virusinfektionen bekämpft in erster Linie die angeborene Abwehr. Zu ihren Truppen gehören unter anderem die Makrophagen, auch Fresszellen genannt. Diese Grenzposten in den Gefäßen führen eine Art biologische Passkontrolle durch: Die körpereigenen Zellen weisen sich durch spezielle Eiweißmoleküle aus und dürfen passieren. Eindringlinge, die nicht die richtigen Moleküle präsentieren können, werden ergriffen, ins Zellinnere der Makrophagen gezerrt und dort von Enzymen zersetzt.

Die erlernte Abwehr schickt gegebenenfalls zusätzlich Zellen in den Kampf, die bereits früher Bekanntschaft mit dem Erreger gemacht haben. Sie können sich den Feind merken und bei einem erneuten Angriff so schnell zuschlagen, dass es nicht zum Krankheitsausbruch kommt – der Mensch ist gegen diesen Keim immun. Erkältungs- und Grippeviren sind jedoch hoch flexibel: Sie verändern ständig ihr Gesicht und werden daher von der erlernten Abwehr schon bald nicht mehr wiedererkannt. Um mit diesen Viren fertigzuwerden, ist die Schlagkraft des angeborenen Immunsystems entscheidend.

Wenn die Abwehr Unterstützung braucht

Wir können die angeborene Abwehr in ihrem Kampf gegen Atemwegsviren wirksam unterstützen. Auch wenn es banal klingen mag – immer wieder richtig und wichtig bleibt: Ein gesunder Lebensstil stärkt das Immunsystem. Dazu gehören nicht nur ausgewogene Mahlzeiten und tägliche Bewegung an der frischen Luft. Entscheidend sind außerdem ausreichend Schlaf, ein gelassener Umgang mit Alltagsstress und regelmäßige Pausen.

Zeigen sich trotz aller Vorsorge erste Symptome eines Atemwegsinfekts, kommt es darauf an, schnell zu handeln und dem Immunsystem gezielt zu helfen. Durch eine antiinfektive Behandlung mit pflanzlichen Arzneimitteln aus der Apotheke  können wir Atemwegsinfekte zurückdrängen. Bei frühzeitiger Anwendung können sie die Dauer der Erkältung verkürzen und typische Beschwerden wie Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen lindern. Zu den erprobten Pflanzenarzneien zählen unter anderem Extrakte aus Sonnenhut, Sauerampfer, Thymian und Kapland-Pelargonie.

Eingestellt am: 14. Oktober 2020