Burnout? Raus aus der Erschöpfungsspirale!

Berufstätige, Mütter, Frauen, die Kinder haben und außerdem arbeiten: Sie alle kommen mal mehr, mal weniger an ihre Grenzen und fühlen sich immer öfter müde, kraftlos und erschöpft. Nicht wenige fragen sich: Kann es ein, dass mir der Burnout droht? Hier finden sie praktische Tipps und Buchempfehlungen zum Weiterlesen.

Eine Mutter ist erschöpft am morgen, im Hintergrund steiten die Kinder.

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Müdigkeit und Antriebsschwäche sind ernstzunehmende Vorboten eines Burnout-Syndroms. Höchste Zeit, etwas an Alltagsgewohnehiten zu ändern, um gesundheitliche Folgen zu vermeiden. Teilen Sie die Hausarbeit zum Beispiel auf alle Familienmitglieder auf. Bitten Sie Ihr soziales Umfeld um Unterstützung und Verständnis für Ihre Situation.

Sport gegen Stress

Sport und jede Form von Bewegung wie Fahrradfahren, Treppensteigen oder auch nur ein kleiner Spaziergang bauen Stress ab. Sehr hilfreich ist das Laufen. Dabei kann es Joggen, Walking oder auch Nordic-Walking sein. Diese regelmäßigen Ausdauerbelastungen können Stressreaktionen nachhaltig reduzieren und vor allem präventiv wirken. Das Herz-Kreislaufsystem wird gestärkt, Bluthochdruck vorgebeugt sowie die Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Körpers verbessert. Ebenso steigt die allgemeine Abwehrkraft des Körpers, die Schlafqualität erhöht sich und der erschöpfte Organismus kann sich besser erholen.

Mehr Me-Time für mehr Wohlbefinden

Räumen Sie sich außerdem mehr Zeit für sich selbst ein. Machen Sie kleine Pausen und verwöhnen Sie sich nach getaner Arbeit. Gehen Sie nach Plan vor. Haken Sie erledigte Dinge ab, denn das gibt ein gutes Gefühl. Achten Sie außerdem auf eine gesunde Ernährung mit vielen B-Vitaminen, denn diese stützen das Nervensystem. Die Vitamine B6, B12 und Folsäure sind sogar essenziell für die geistige und körperliche Fitness. Sollte Ihr Zustand sich dennoch nicht bessern, suchen Sie bitte Ihren Arzt auf. Starke Erschöpfungszustände gehören ohnehin in ärztliche Hand.

 

Buchtipps zum Weiterlesen

Warum von Frauen alles erwartet, aber wenig zurückgegeben wird - die Genderforscherin Franziska Schutzbach beleuchtet, was die Verfügbarkeitsansprüche für Frauen bedeuten und zeigt zugleich, wie Frauen sich dagegen auflehnen und etwas verändern können. Franziska Schutzbach: Die Erschöpfung der Frauen. Wider die weibliche Verfügbarkeit. Droemer Verlag 2021, 18 Euro. Hier geht's zur Leseprobe

Alles zu viel? Was uns im Alltag fertigmacht. Und was uns hilft. Judith Brückmann und Cord Neubersch sind Coach und Psychotherapeut – und außerdem Geschwister. Anhand von Geschichten aus der Praxis und persönlichen Anekdoten zeigen sie, wie man aus der Überforderung raus- und wieder bei sich und seinen Wünschen und Bedürfnissen ankommt Judith Brückmann, Cord Neubersch: Immer funktionieren funktioniert halt nicht. Über die alltägliche Überforderung und die Kunst, bei sich zu bleiben. KiWi-Taschenbuch 2021, 16 Euro. Hier geht's zur Leseprobe

Mehr Gelassenheit gewünscht? Dann inspirieren die Denkanstöße des Psychologen. Er geht in seinem Buch "Besser fühlen" unter anderem der Frage nach, ob Angst auch eine gute Seite hat, er zeigt, was gerade so starke Emotionen wie Trauer und Wut besonders wertvoll macht und wie sie uns als Menschen helfen. Dr. Leon Windscheid: Besser fühlen. Rowohlt Taschenbuch Verlag 2021, 16 Euro. Hier geht's zur Leseprobe

Für alle die Lust auf Veränderung haben, bieten die Coaches Amelie Fried und Michale Simperl in ihrem Buch ein Selbstcoaching-Programm zur Verfügung. Amelie Fried, Michael Simperl: Das 7-Tage Selbstcoaching. Ariston Verlag 2021, 18 Euro. Hier geht's zur Leseprobe

 

Aktualisiert am 19.1.2022

Eingestellt am: 6. Mai 2016