Erkältungstherapie für die ganze Familie

Ist ein Familienmitglied erkältet, stecken sich oft auch Eltern oder Geschwister an. In der Erkältungstherapie helfen Mittel, die sowohl kleinen als auch großen Schnupfennasen Linderung verschaffen.

Eine Familie tankt frische Luft bei herbstlichem Wetter.

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Egal in welchem Alter: Wer erkältet ist, möchte den Infekt mit einer wirksamen Erkältungstherapie so schnell wie möglich wieder los werden. Denn obwohl Atemwegsinfekte meist harmlos sind, beeinträchtigen sie uns im Alltag doch enorm. Kinder leiden acht- bis zehnmal pro Jahr unter einer Erkältung, ihr Immunsystem ist noch nicht vollständig entwickelt.

Außerdem ist die Eustachi-Röhre, also die Verbindung zwischen Mittelohr und Nasen-Rachen-Raum, bei Kindern noch sehr eng – deshalb kann bei ihnen leicht ein Sekretstau entstehen, in dessen Folge sich der Infekt häufig auf die Ohren ausweitet: Es kommt zur schmerzhaften Mittelohrentzündung. Bei Kindern ist es daher besonders wichtig, dass zäher Schnupfen-Schleim schnell gelöst wird.

Die Behandlung nicht verzögern

Erwachsene sind im Gegensatz zu Kindern seltener erkältet, dafür aber oft mit schwereren Verläufen. Wird ein einfacher Infekt verschleppt und das zähflüssige Sekret nicht rechtzeitig abtransportiert, drohen Komplikationen. Zum einen kann sich die Entzündung auf die Nebenhöhlen oder Bronchien ausbreiten, zum anderen kann sich aus der akuten Erkrankung eine chronische Verlaufsform entwickeln.

Mit zunehmendem Alter lässt die Selbstreinigungsfunktion der Atemwege nach, Erkältungserreger können nicht mehr so schnell abtransportiert werden. Sie setzen sich in den Schleimhäuten fest und vermehren sich. Werden die Bronchien durch häufige Infekte stark strapaziert, kann die Bronchialschleimhaut dauerhaften Schaden nehmen – es entwickelt sich eine chronische Bronchitis, die schließlich zur Einschränkung der Lungenfunktion führen kann.

Die Palette der Erkältungstherapie

Verschiedene Maßnahmen lindern Schnupfen, Husten und die weiteren Erkältungssymptome. Bei Schnupfen können zum Beispiel Dampf-Inhalationen mit Salz oder ätherischen Ölen das Sekret lösen. Kurzfristig helfen abschwellende Nasentropfen, falls die Nase verstopft ist. Für Kinder und Säuglinge eignen sich ausschließlich spezielle Nasentropfen für Kinder. Für die ganze Familie gilt: diese Medikamente nicht länger als sieben Tage anwenden!

Hustenreiz lässt sich mit pflanzlichen Medikamenten lindern. Geeignet sind unter anderem Mittel mit Extrakten aus Eibisch, Kapland-Pelargonie oder Spitzwegerich. Bei Halskratzen helfen Lutschpastillen, zum Beispiel mit Salbei oder Isländisch Moos. Schmerzlindernde Präparate enthalten lokal betäubende Wirkstoffe wie Lidocain oder Benzocain.

Eingestellt am: 21. September 2018