Wer braucht ein Vitalstoff-Plus?

Nicht jeder Mensch ist optimal mit allen lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt. Lesen Sie, welche Personengruppen ein Vitalstoff-Plus brauchen.

Älteres Ehepaar kocht mit Vergnügen und gesund.

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Reichlich frisches Obst und Gemüse, jeden Tag knackige Vollkornkost und gesunde Milchprodukte, regelmäßig Fisch und wenig Fleisch: Eine abwechslungsreiche und vollwertige Ernährung ist die beste Basis, um den Körper gut mit allen wichtigen Vitalstoffen zu versorgen. Menschen, die sich gesund ernähren, weder schwanger noch chronisch krank oder sehr alt sind, müssen sich um ihre Nährstoffbilanz meist keine Sorgen machen.

Doch wer nicht ganz so vorbildlich isst, riskiert möglicherweise einen Mangel an Vitaminen & Co. Bekannt ist zudem, dass es in bestimmten Lebensphasen schwierig sein kann, alle wichtigen Mikronährstoffe allein über die Ernährung aufzunehmen. Ein gezieltes Vitalstoff-Plus brauchen zum Beispiel folgende Personengruppen:

Ältere Menschen

Lebensweise, gesundheitliche Probleme und altersbedingte Veränderungen im Körper können dazu führen, dass es Senioren an bestimmen Vitalstoffen mangelt. Beispielsweise an Vitamin D, das überwiegend unter dem Einfluss von Sonnenlicht in der Haut gebildet wird. Da im Alter jedoch die Synthesefähigkeit der Haut nachlässt und sich Senioren meist seltener in der Sonne aufhalten, kann ihre Vitamin-D-Versorgung gefährdet sein. Weil ältere Menschen Vitamine nicht mehr so gut aufnehmen können, kommt es bei vielen zudem zu einer schlechten Versorgung mit Vitamin B12. Das kann erhöhter Infektanfälligkeit und Schwäche Vorschub leisten. Ob eine Nahrungsergänzung mit ausgesuchten Präparaten hilfreich ist, sollten Senioren mit dem Arzt oder Apotheker besprechen.

Schwangere

Schwangere brauchen ein gezieltes Vitalstoff-Plus, da sie das Ungeborene mitversorgen müssen. Deshalb sollten werdende Mütter in besonderem Maße auf eine ausgewogene Ernährung achten. Eine wichtige Rolle spielt schon in der Frühschwangerschaft das Vitamin Folsäure. Es ist speziell für die Entwicklung des kindlichen Neuralrohres notwendig, also auch für das ganze Nervensystem. Deshalb empfehlen Ärzte Frauen mit Kinderwunsch und werdenden Müttern, Folsäure-Präparate einzunehmen. Ob darüber hinaus auch weitere Mikronährstoffe – beispielsweise Jod oder Eisen – ergänzt werden müssen, sollte der Frauenarzt entscheiden.

Kinder und Jugendliche

Aufgrund des Wachstums braucht der Nachwuchs vor allem ausreichend Aufbau- und Schutzstoffe, um den Organen, dem Skelett und den Zähnen eine ungestörte Entwicklung zu ermöglichen. Deshalb sollten Kinder im Wachstum vor allem gut mit Kalzium und Jod versorgt sein. Kalzium steckt reichlich in Milch und Milchprodukten; Seefisch und jodiertes Speisesalz sind gute Jodquellen. Und: Für zahlreiche Wachstumsprozesse sind auch die Vitamine der B-Gruppe von großer Bedeutung.

Sportler

Sportler kommen oft stark ins Schwitzen, wodurch der Körper verstärkt Mineralstoffe verliert – vor allem Magnesium. Eine gute Versorgung mit diesem Mineralstoff ist auch erforderlich, um Wadenkrämpfen vorzubeugen. Sportler haben einen erhöhten Stoffwechselumsatz. Wichtig ist deshalb auch, dass ihr Körper genug B-Vitamine, Eisen und Kalzium bekommt.

Vegetarier

Vegetarier und ganz besonders Veganer, die nicht nur auf Fleisch, sondern auf jegliche tierische Lebensmittel wie Milchprodukte und Eier verzichten, laufen Gefahr, zu wenig von jenen Vitalstoffen zu sich zu nehmen, die in erster Linie in Lebensmitteln tierischen Ursprungs enthalten sind. Dazu zählen beispielsweise die „Fleisch-Vitamine“ B2 und B12 sowie die Mineralstoffe Eisen, Zink und Kalzium. Ganz klar: Um keinen Mangel zu riskieren, brauchen Veganer ein sehr fundiertes Lebensmittelwissen. Ob eine zusätzliche Nahrungsergänzung sinnvoll ist, weiß der Apotheker.

Raucher

Der blaue Dunst ist ein Vitaminräuber! Wer raucht, hat häufig deutlich weniger Vitamin C im Blut als ein Nichtraucher, was unter anderem negative Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des Immunsystems haben kann. Auch mit Vitamin E und einigen Mineralstoffen sind Raucher oft unterversorgt. Am besten ist es natürlich, sich endgültig von der Zigarette zu verabschieden. Bis sie das tatsächlich schaffen, können Raucher von der Einnahme ausgesuchter Vitalstoffpräparate aus der Apotheke profitieren.

Chronisch Kranke

Die Einnahme zahlreicher Medikamente kann dazu führen, dass Vitamine & Co. vom Körper nicht mehr so gut aufgenommen werden. So können beispielsweise Magensäureblocker einem Vitamin-B12-Mangel Vorschub leisten, das Schmerzmittel Acetylsalicylsäure kann die Ausscheidung von Eisen, Folsäure und Vitamin C beschleunigen, und bestimmte Arzneimittel gegen Bluthochdruck können den Zinkspiegel negativ beeinflussen. Hat der Arzt einen Mikronährstoffmangel festgestellt, können Vitalstoffpräparate Abhilfe schaffen.

Eingestellt am: 27. September 2016