Unverkrampft durch die Nacht

Der Schmerz kommt im Schlaf: Wadenkrämpfe treten oft mitten in der Nacht auf, die Unterschenkel werden plötzlich steinhart und tun höllisch weh. Doch gegen die Muskelkrämpfe gibt es Mittel – wir haben fünf Tipps für Sie.

Wadenkrämpfe treten besonders häufig nachts auf
Foto: © Ana Blazic Pavlovic - fotolia.com

1. Die Muskeln am Abend dehnen

Erste Behandlungsmaßnahme beim akuten Wadenkrampf ist die Dehnung der betroffenen Muskulatur, indem man die Fußspitze zum Körper zieht. Werden sie regelmäßig durchgeführt, können Dehnungsübungen aber auch vorbeugend wirken. So ergab eine Studie der Universität Groningen (Niederlande), dass tägliches Dehnen der Waden- und Oberschenkelmuskulatur vor dem Zubettgehen die Häufigkeit und Schwere nächtlicher Wadenkrämpfe reduziert.

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2. Richtig schlafen

Eine ruhige Nacht beginnt schon am Tag: Wer sich regelmäßig ausreichend bewegt und damit die Muskulatur trainiert und kräftigt, verringert so auch das Risiko für nächtliche Wadenkrämpfe. Beim Schlafen sollten Sie dann darauf achten, die Beine warm zu halten, da Abkühlung die Neigung zu Wadenkrämpfen verstärkt. Auch ein Kissen unter den Knien kann dabei helfen, unverkrampft durch die Nacht zu kommen.

3. Gesund essen

Zu den Ursachen für Wadenkrämpfe zählt eine ungenügende Versorgung mit Mineralstoffen. Vor allem Magnesium spielt hier eine wichtige Rolle: der Mineralstoff sorgt für die reibungslose Zusammenarbeit zwischen Muskulatur und Nerven, er lockert die Muskeln und beugt Verhärtungen vor. Einen höheren Magnesiumgehalt haben vor allem Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Naturreis, Krabben sowie Sonnenblumenkerne und Nüsse.

4. Vorm Schlafengehen Magnesium einnehmen

Dass Wadenkrämpfe so häufig ausgerechnet in der Nacht zur Qual werden, liegt unter anderem an natürlichen Schwankungen des Magnesiumspiegels. Die Konzentration des Minerals im Blut sinkt in den frühen Morgenstunden ab. Eine Unterversorgung macht sich daher am ehesten zu diesem Zeitpunkt bemerkbar. Wer am Abend ein Magnesiumpräparat einnimmt, beugt dem Absinken des Mineralstoffspiegels vor und vermindert so das Krampfrisiko. Eine tägliche Nahrungsergänzung mit 300 bis 400 Milligramm Magnesium sollte als Kur über mindestens sechs Wochen erfolgen, um die Magnesiumspeicher im Körper richtig aufzufüllen.

5. Den Arzt konsultieren

Treten Wadenkrämpfe trotz aller Maßnahmen weiterhin regelmäßig auf, sollte vom Arzt abgeklärt werden, ob als Ursache Krankheiten wie Durchblutungsstörungen, Nervenleiden, eine Schilddrüsenunterfunktion, Nierenschäden oder das Restless-Legs-Syndrom vorliegen.

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