Wenn Seele und Stoffwechsel leiden

Älterer Mann denkt nach

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Menschen mit Diabetes erkranken doppelt so häufig an einer Depression wie stoffwechselgesunde Menschen. Für die Betroffenen ist es wichtig, den Diabetes als Teil ihres Lebens zu akzeptieren.

Auf Belastungen im Umgang mit der Erkrankung, wie beispielsweise schwankende Blutzuckerwerte, Folgekomplikationen oder Hypoglykämien, reagieren Menschen mit Diabetes oftmals mit depressiven Symptomen wie Niederge-schlagenheit, Antriebslosigkeit, Angstgefühlen, Schlafstörungen oder körperlichen Schmerzen. So weisen Patienten beispielsweise in den ersten 30 Tagen nach einer schweren Hypoglykämie eine erhöhte depressive Symptomatik auf.
Umgekehrt erhöht die Depression das Risiko für einen ungünstigen Verlauf des Diabetes: Sie erschwert das Management des Diabetes hinsichtlich regelmäßiger Blutzuckerkontrollen, verringert das konsequente Befolgen des Behand-lungsplans und verhindert das Erreichen wichtiger Therapieziele. Untersuchungen belegen zum Beispiel eine erhöhte Gefährdung für die Entwicklung von Folgekomplikationen, wenn Diabetes und Depression gemeinsam auftreten.

Depression frühzeitig diagnostizieren

Um bei Menschen mit Diabetes schlechte Blutzuckerwerte und Folgekomplikationen zu vermeiden, ist es elementar, eine erhöhte Depressivität oder eine klinische Depression frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Rechtzeitig diagnostiziert, sind Depressionen gut therapierbar. Sind die Betroffenen weniger oder nicht mehr belastet, können sie sich intensiver um ihre Zuckerwerte kümmern.

Einfache Blutzuckerselbstkontrolle im Alltag

Die regelmäßige und exakte Kontrolle des Blutzuckers ist für Menschen mit Diabetes wichtig. Je besser sich die Blutzuckerselbstkontrolle in den Alltag integrieren lässt und je einfacher das Blutzuckermessgerät zu bedienen ist, desto weniger belastet das Diabetes-Management die Betroffenen. Die Bestimmung des Blutzuckerwerts durch einfache und zugleich hochpräzise Messgeräte kann dies leisten.

 

Eingestellt am: 30. Dezember 2014