Was hilft bei Schnupfen?

Medikamente können einen Schnupfen nicht verkürzen, aber die Symptome lindern

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Bei Erkältungen haben wir nur einen Wunsch: die lästigen Beschwerden so schnell wie möglich loswerden. Doch was hilft bei Schnupfen wirklich? Wir nennen Mittel und Wege gegen Fließschnupfen, verstopfte Nase und Gliederschmerzen.

Schon bald geht das Husten und Niesen in Bussen und Bahnen, Büros und Boutiquen wieder los: Mikroskopisch kleine Erkältungsviren schweben in der Luft und heften sich an Kleidung, Handys und Computer sowie andere viel genutzte Gegenstände. Die Schnupfen-Erreger vermehren sich im Herbst und Winter besonders stark und infizieren einen Menschen nach dem anderen: Durchschnittlich zwei- bis viermal pro Jahr stecken sich Erwachsene an – und allem medizinischen Fortschritt zum Trotz ist es bis heute nicht gelungen, Erkältungsviren gezielt zu bekämpfen.

Nässe, Kälte und trockene Heizungsluft tragen dazu bei, dass unser Immunsystem Erkältungsviren in der dunklen Jahreszeit weniger entgegensetzen kann als in den Sommermonaten. Dies gilt umso mehr, wenn Stress, Schlaf- und Bewegungsmangel die Schlagkraft der Abwehr zusätzlich schwächen. Die Erreger nutzen die Lücke in der Abwehrfront, um über die Hände in Nase, Mund und Rachen zu gelangen.

Es gibt unzählige Tipps – aber was hilft bei Schnupfen wirklich?

Unsere Atemwege reagieren auf die Invasion mit Schwellungen und Entzündungen. Es kommt zu Husten oder Schnupfen – oft schmerzen zudem
Kopf und Glieder und die Körpertemperatur ist leicht erhöht. Keine Frage, dass
die Beschwerden uns schwer zu schaffen machen, konzentriertes Arbeiten
verhindern und den Schlaf stören können. Je angegriffener die Betroffenen sind, desto eher laufen sie Gefahr, dass sich zusätzlich Bakterien auf den Schleimhäuten ansiedeln und beispielsweise die Nasennebenhöhlen entzünden.

Etwa ein bis zwei Wochen dauert es mindestens, um eine Erkältung auszukurieren. Alte Hausmittel sind gut und schön – aber was hilft bei Schnupfen, sind Medikamente: Sie können die Erkrankung zwar nicht verkürzen. Aber dafür sorgen, dass wir uns schnell deutlich besser fühlen, arbeitsfähig bleiben und auch nach Feierabend noch etwas unternehmen können. Bewährt hat sich unter anderem der Wirkstoff Ibuprofen, da er sowohl gegen Schmerzen und Fieber als auch bei Entzündungen hilft. Spezielle Präparate aus der Apotheke kombinieren Ibuprofen mit Pseudoephedrin, das die gereizten Schleimhäute der Nase abschwellen lässt.

So tricksen Sie Erkältungsviren aus

  • Viren den Weg abschneiden: Häufigeres gründliches Händewaschen
    ist in der Erkältungssaison oberstes Gebot, da es den Viren auf den Fingern den Garaus macht und so verhindert, dass sie die Atemwege erreichen. Ebenfalls wichtig: Zum Naseputzen ausschließlich Papiertaschentücher benutzen und nach Gebrauch sofort entsorgen, damit die Erreger in der Sackgasse landen.
  • Licht, Luft und Wasser tanken: Gehen Sie so oft wie möglich ins Freie,
    damit Ihr Körper Vitamin D bildet und Ihre Atemwege befeuchtet werden. Trinken Sie außerdem mindestens eineinhalb Liter Wasser oder Tee am Tag, um einem Austrocknen der Schleimhäute vorzubeugen.
  • Kraft schöpfen: Stress schwächt das Immunsystem und ebnet Erkältungen den Weg. Sorgen Sie für regelmäßige Erholungspausen und schlafen Sie genug. Durch eine vitaminreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse können Sie Ihrer Körperpolizei zusätzlich auf die Sprünge helfen.
  • Viren einheizen: Ziehen Sie sich der Witterung entsprechend an, damit Sie keine nassen Füße bekommen und nicht frieren. Ist Ihnen dennoch kalt
    geworden und frösteln Sie zuhause weiter, hilft heißer Holunderbeersaft – oder Hühnersuppe: Einfach klein geschnittenes Hühnerfleisch, Suppengemüse und wahlweise Kartoffeln oder Nudeln in Brühe garen, abschmecken und heiß genießen.
Eingestellt am: 25. September 2019