Mit dem Reisemobil raus aus der Routine

Individuell reisen mit dem Reisemobil

Foto: © Hering/Schuppener-Carado

Mit dem Reisemobil erleben Urlauber die ganz große Freiheit: Einfach losfahren – und spontan da anhalten und bleiben, wo es am schönsten ist.

Irgendwann ist dieser Moment für Veränderung da. Für etwas Neues. Die Kinder sind aus dem Haus, das Leben läuft seinen geregelten Gang, es gibt nur noch wenig Überraschungen. Aber genau solche muss man sich jetzt schaffen. Zum Beispiel mit einem Reisemobil.

Das Zukunftsinstitut nennt in seiner Studie „Die Neue Achtsamkeit“ aus dem Jahr 2017 die Phase ab 50 den „Zweiten Aufbruch“. Die Menschen begegnen ihrer gewonnenen Lebenszeit mit aktiven Lebensentwürfen und Neuanfängen. Ihre große Freiheit, die sich aus der inneren Gelöstheit ergibt, können sie jetzt mit für sie unbekannten Erfahrungen füllen. Urlaub im Reisemobil ist ein Erlebnis, das bei jeder Tour einzigartig ist und Abwechslung ohne Ende verspricht.

Eine Auszeit zur Erneuerung

Solche Mini-Abenteuer sind optimal, um den Alltag hinter sich zu lassen. Nie gesehene Orte, Begegnungen mit fremden Menschen, regionale Speisen: Alles, was der Mensch zum ersten Mal entdeckt, erlebt er viel intensiver als wiederkehrende Erfahrungen. So können ausgedehnte Europareisen ebenso wie kleine Landpartien und City-Trips ganz neue Inspiration liefern. Körper und Geist genießen die Anregung durch Neues, das oft gar nicht besonders spektakulär sein muss.

Im Sinne von Slow Travel sind sogar gerade die Zurücknahme des Tempos im Reisemobil, die Besinnung auf einfache Bedürfnisse wie Bewegung, Essen, Schlafen und das Reisen ohne festen Plan die beste Form der Erholung.

Stressfreies Fahren im Reisemobil

Beim mobilen Reisen sind neue Eindrücke garantiert, während überall der gleiche Komfort besteht. Mit einem Van als rollendem Zuhause gibt es auf der gesamten Route niemals unangenehme Überraschungen, wenn es um die Unterbringung geht. Ein modernes und kompaktes Reisemobil kombiniert Wohnlichkeit und wendiges Fahren. Im Straßenverkehr ist es auf Stressvermeidung ausgelegt. Ein großzügiges Raumgefühl ist heute trotz relativ geringer Breite möglich – damit das Fahrzeug auch auf schmaleren Straßen und in engen Kurven angenehm zu handhaben ist.

Wer bereit ist für den zweiten Aufbruch, und wer seine Ungebundenheit durch aktive Auszeiten voll ausleben will, sollte es mit Caravaning versuchen. Mit einem Reisemobil kann man jetzt erst recht was erleben.

Das Reisemobil von A bis Z

  • Alkoven. Ein Reisemobil mit zusätzlicher Bettnische über dem Fahrerhaus und einem Bett im Heckbereich eignet sich perfekt für Familien mit Kindern.
  • Basis. Der Reisemobilaufbau befindet sich auf einem Chassis als Basis. Das kann zum Beispiel ein Fiat Ducato sein, ein Citroën Chassis oder ein Mercedes Sprinter.
  • Camper Van. Dieser kompakte Kastenwagen ist die kleinste Variante des Reisemobils. Ein Camper Van eignet sich perfekt für spontane Kurztrips inklusive Übernachtung.
  • Drehbare Sitze. Wenn Fahrer- und Beifahrersitz sich um 180 Grad drehen lassen, werden sie zu einem Teil der gemütlichen Sitzecke.
  • Einsteiger. Caravaning-Neulinge können ihre Leidenschaft fürs Camping mit Miet-Reisemobilen testen, ehe sie sich ihr Wunschfahrzeug zulegen.
  • Führerschein. Alle Reisemobile mit einem zulässigen Gesamtgewicht von maximal 3,5 Tonnen dürfen mit einem Führerschein der Klasse B gefahren werden.
  • Integriertes Reisemobil. Bei Integrierten geht das Fahrerhaus nahtlos in den Wohnbereich des Reisemobils über. Sie zeichnen sich durch eine große Fensterfront mit Panoramablick aus.
  • Kochen und Waschen. In praktisch jedem Reisemobil gibt es einen Anschluss für Gasflaschen, mit denen Herd, Boiler und Heizung ganz unkompliziert betrieben werden.
  • Ladung sichern. Während der Fahrt sollten schwere Gegenstände möglichst weit unten und zwischen den Achsen, leichtes Gepäck in den Dachschränken untergebracht werden.
  • Messen. Reise-, Tourismus- und Caravaning-Messen sind die beste Gelegenheit, um viele verschiedene Modelle auf einmal zu sehen und zu vergleichen.
  • Neuzulassungen. Der Caravaning-Trend wächst kontinuierlich: Wurden vor fünf Jahren noch knapp 25.000 Reisemobile in Deutschland neu zugelassen, stieg die Zahl 2018 auf fast 47.000.
  • Personenzahl. Eine wichtige Entscheidung vor dem Kauf ist die benötigte Anzahl der Schlafplätze.
  • Queensbett. Neben Einzel-, Längs-, Quer- und Hochbetten ist das Queensbett eine weitere Form im Reisemobil. Es steht mit dem Kopfende an der Wand und ist von beiden Seiten aus zugänglich.
  • Stellplatz. Innerhalb Deutschlands sollten Reisemobile zum Übernachten auf ausgewiesenen Stellplätzen geparkt werden. Das können Campingplätze sein, Plätze nur mit Wasser- und Stromversorgung oder für Reisemobile freigegebene Parkflächen.
  • Teilintegriertes Reisemobil. Dieses Modell besitzt ein klassisches Fahrerhaus, das optisch vom Wohnbereich getrennt ist.
  • Urlaub. Caravaning eignet sich für ganz verschiedene Urlaubsformen, zum Beispiel für City-Trips, Europa-Touren, Familienurlaube, Wochenendausflüge und vieles mehr.
  • Winter. In der kalten Jahreszeit heißt es: auf zum Wintercamping – oder das Reisemobil winterfest machen. Dazu gehören unter anderem eine gründliche Außenreinigung, das Leeren der Wassertanks und das Abtauen des Kühlschranks.
  • Zuladung. So groß der Stauraum auch ist, auf die erlaubte Zuladung kommt es an. Das ist das Gewicht, das zusätzlich zum Leergewicht des Reisemobils an Bord sein darf – also Mitreisende, Gepäck, Ein- und Aufbauten oder Sportgeräte.
Eingestellt am: 23. April 2019