Schluss mit lästigem Husten!

Was tun bei quälendem Husten? Die Antwort auf diese und andere häufig gestellte Husten-Fragen lesen Sie hier.

Frau gießt Hustensaft auf Löffel.

© lenskiss – Fotolia.com

Was hilft bei trockenem Husten?

Trockener Husten ohne reinigende Funktion geht nicht nur auf die Nerven, sondern auch auf die Bronchien. Deshalb darf er unterdrückt werden. Hierzu gibt es in der Apotheke hustenstillende Medikamente – zum Beispiel in Form von Säften, Tropfen und Lutschpastillen. Bei besonders hartnäckigem Reizhusten kann der Arzt hilfreiche Arzneimittel verschreiben.

Was hilft bei Husten mit Auswurf und Schleimbildung?

Dieser produktive Husten, der den anfänglichen Reizhusten im Erkältungsverlauf meist ablöst, sollte auf keinen Fall unterdrückt werden. Ausreichend trinken und Inhalieren hilft. Ein Hustenlöser kann das zähe Sekret verflüssigen und das Abhusten erleichtern. Hustenlösende Medikamente gibt es rezeptfrei in der Apotheke.

Welche Heilpflanzen wirken lindernd?

Lästigen Hustenreiz lindern Schleimstoffdrogen wie Malve, Eibischwurzel und Spitzwegerich. Schleimlösend bei produktivem Husten wirken zum Beispiel Thymian, Efeu und Primel. In pflanzlichen Arzneimitteln und Hustentees kommen diese Heilpflanzen häufig zum Einsatz. Zum Inhalieren eignen sich ätherische Öle von Pflanzen wie Eukalyptus und Kampfer. Asthmapatienten und jüngere Kinder dürfen damit aber nicht inhalieren, da ätherische Öle Bronchialkrämpfe auslösen können. Der Apotheker kennt sich aus und kann individuell geeignete Mittel empfehlen.

Was kann ich sonst noch tun?

Unbedingt aufs Rauchen verzichten, verqualmte Räume meiden und ausreichend trinken, zum Beispiel Wasser und Kräutertees. Zu den bewährten Hausmitteln gehören Erkältungsbäder und warme Halswickel.

Sind auch Antibiotika hilfreich?

Bei Erkältungshusten ist der Einsatz von Antibiotika meist überflüssig, denn er wird fast immer durch Viren ausgelöst, gegen die Antibiotika nichts ausrichten können: Sie wirken ausschließlich gegen Bakterien! Je häufiger Antibiotika eingenommen werden, desto größer ist das Risiko, dass sich dagegen widerstandsfähige (resistente) Bakterien entwickeln.

Ist Husten eigentlich eine ernsthafte Sache?

Husten tritt sehr oft als Begleitsymptom bei Erkältungskrankheiten auf, meist zusammen mit Beschwerden wie Schnupfen und Halsschmerzen. Das ist sehr quälend, aber für ansonsten gesunde Menschen keine ernsthafte Gefahr. Husten hat tatsächlich eine wichtige Schutz- und Reinigungsfunktion: Dabei wird explosionsartig Luft ausgestoßen – und so werden die Atemwege von Schadstoffen und Krankheitserregern befreit. Anders als bei Erkältungen sollten Sie den Husten bei unklarer Ursache nicht auf die leichte Schulter nehmen. Er kann Symptom zahlreicher Krankheiten sein, deshalb sollte man den Ursachen immer auf den Grund gehen.

Wann zum Arzt?

Bei Erkältungshusten, der nach etwa zwei Wochen noch nicht verschwunden ist, sollte man sicherheitshalber zum Arzt gehen. Diese Alarmzeichen sprechen für einen sofortigen Arztbesuch:

– hohes Fieber

– Pfeif- oder Rasselgeräusche beim Einatmen

– blutiger Auswurf

Auch wenn auf eine Besserung der Beschwerden wieder eine Verschlimmerung folgt, heißt es: auf in die Arztpraxis!

Eingestellt am: 9. Januar 2018