Restless Legs: Unruhige Beine

Beim Restless-Legs-Syndrom quält die Betroffenen nachts ein unwiderstehlicher Drang, die Beine zu bewegen. Manchmal werden die Beschwerden auch wie Juckreiz empfunden.

Weibliche Füße mit Schlafanzug im Bett am Morgen in blauer Bettwäsche

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Menschen, die am Restless-Legs-Syndrom (RLS) leiden, wissen zunächst oft gar nicht, was mit ihnen los ist. Denn es ist schwierig, die typischen Beschwerden eindeutig zuzuordnen. Die meisten Betroffenen empfinden die Symptome in erster Linie als eigenartig und seltsam.

Häufig ähnelt das Gefühl einer Art Juckreiz, den Patienten zum Beispiel so beschreiben: „Sobald ich zur Ruhe komme, geht es los. Es ist als ob Hunderte von Ameisen unter meiner Haut entlang laufen.“ Oder so: „Es ist für mich fast unmöglich still zu liegen. Tief unter meinen Muskeln fängt es fürchterlich an zu jucken.“

Gestörte Nachtruhe

Das Einzige, was dann hilft, ist: dem starken Drang nach Bewegung nachzugeben und umherzulaufen. Nur so lässt das unangenehme Gefühl nach, ein typisches Zeichen für RLS. Da die Beschwerden hauptsächlich in Ruhephasen auftreten, können viele Patienten tagsüber kaum noch entspannen und leiden zunehmend unter starken Schlafstörungen.

Wer entsprechende Symptomen beobachtet, sollte den Arzt konsultieren und ihm die Beschwerden so genau wie möglich schildern – also nicht nur von Schlafproblemen berichten, sondern auch von den unruhigen Beinen und etwaigen Missempfindungen wie Juckreiz, Kribbeln oder Brennen.

Medikamente helfen

Wird RLS diagnostiziert, bessern sich die Beschwerden durch eine passende Therapie meist erheblich. Das Missempfinden vermindert sich, die Patienten können endlich wieder entspannen und gut schlafen. Medikamente, die auch bei der Behandlung von Parkinson genutzt werden, können hier helfen – in geringerer Dosierung. Neben Tabletten gibt es auch Wirkstoffpflaster, die ihren Wirkstoff gleichmäßig über 24 Stunden abgeben. So können sich die RLS-Symptome während der Nacht und auch tagsüber verbessern.

Je nach Schweregrad der Restless-Legs-Symptome können folgende Tipps zusätzlich helfen:

Massagen, Bürsten und Abreiben der Beine mit durchblutungsfördernden oder kühlenden Salben und Lotionen sind angenehm und wirken lindernd. Ebenso können Aufgüsse oder Wechselbäder mit kaltem oder heißem Wasser helfen.

– Regelmäßige Bewegung verbessert die Schlafqualität und kann RLS-Beschwerden günstig beeinflussen. Dabei kommt es auf das richtige Maß an: empfohlen sind täglich 30 bis 60 Minuten körperliche Aktivität. Besonders gut geeignet sind dabei Sportarten, bei denen die Beine bewegt werden, wie Radfahren, Wandern und Walking.

Eingestellt am: 2. Februar 2016