Was tun bei COPD?

Mann hustet

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Die COPD (engl. Chronic Obstructive Pulmonary Disease) ist eine Erkrankung, die durch chronisch verengte Bronchien entsteht. Aufgrund der dauerhaft verengten Atemwege haben die Patienten das Gefühl, zu ersticken.

„Atemlos, aber nicht hilflos“ – dieses Motto verdeutlicht, dass COPD-Patienten auch selbst dazu beitragen, trotz Atemnot ein aktives und erfülltes Leben zu führen. Wichtig sind hierbei:

  • Verzicht auf das Rauchen
  • Ausreichend körperliche Betätigung. Am besten eignet sich der sog. „Lungensport“. Das sind Übungen, die konkret auf die Bedürfnisse der Patienten zugeschnitten sind.
  • Gesunde, energiereiche Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse
  • Teilnahme in Selbsthilfegruppen. Hier lernen Patienten andere Betroffene kennen und können Erfahrungen zum Leben mit der Erkrankung und nützliche Tipps für den Alltag austauschen.
  • Psychologische Betreuung, wenn Patienten unter Gefühlen der Isolation oder Depressionen leiden.

Heilbar ist COPD nicht, doch gibt es bronchienerweiternde Medikamente, die zum Teil die verengten Atemwege über 24 Stunden lang öffnen.

COPD oder nur Erkältung?

Chronischer Husten im Winter deutet nicht immer auf einen grippalen Infekt hin. Es kann sich auch um ein erstes Anzeichen für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD handeln. Vor allem, tritt zusätzlich Atemnot auf und fällt die körperliche Belastung schwerer.

Typische Anzeichen der COPD sind die so genannten „AHA“-Symptome:

  • Atemnot bei körperlicher Belastung
  • Husten, vor allem am frühen Morgen
  • Auswurf

Raucher oder Ex-Raucher, die diese Symptome bei sich erkennen, sollten ihre Lungenfunktion bei einem Arzt überprüfen lassen. Mit einem einfachen Lungenfunktionstest diagnostiziert er die COPD: Er misst in einem zehnminütigen Test, wie viel Luft Sie nach einer maximalen Einatmung in einer Sekunde ausatmen. Außerdem ermittelt der Arzt die maximale Geschwindigkeit, mit der die Luft die Lunge bei der Ausatmung verlässt.

Lungensport bedeutet nicht Leistungssport

Lungensport bieten sog. „Lungensportgruppen“ an. Das Training findet unter fachkundiger Leitung statt und hat nichts mit Leistungssport zu tun. Es richtet sich gezielt an die Bedürfnisse von COPD­-Patienten. Es dient dazu,

  • die Atemnot zu reduzieren
  • die Ausdauer zu verbessern
  • Muskelkraft aufzubauen
  • Atem- und Entspannungstechniken zu erlernen.

Neben dem angeleiteten Training in der Gruppe eignen sich die meisten Ausdauersportarten wie Nordic Walking, Joggen, Radfahren und Schwimmen. Jede sportliche Betätigung muss an das Alter des COPD-Patienten und den Schweregrad der Erkrankung angepasst sein, der Lungenfacharzt hilft dabei.

Eingestellt am: 20. November 2013