Gänseblümchen: Heilpflanze des Jahres

Zur Heilpflanze des Jahres 2017 wurde das Gänseblümchen gekürt.

Wiese mit Gänseblümchen

© byrdyak – Fotolia.com

Die Blüten des Gänseblümchens wirken auswurffördernd, verdauungs- und stoffwechselanregend, entzündungshemmend, wundheilend sowie leicht schmerz- und krampflindernd. Dazu tragen unter anderem folgende Inhaltsstoffe bei: Saponine, Gerb- und Bitterstoffe, Flavonoide und Vitamin C.

Zwar liegt ein ausreichender wissenschaftlicher Wirksamkeitsnachweis für das Gänseblümchen bisher nicht vor. „Das bedeutet jedoch nicht automatisch Unwirksamkeit“, erklärt Konrad Jungnickel, Erster Vorsitzender des NHV Theophrastus, der regelmäßig die Heilpflanze des Jahres wählt. „Denn gerade das Wissen unserer Vorfahren, das ja größtenteils durch ‚Anwendungsbeobachtungen‘ entstanden ist, wurde schon vielfach durch wissenschaftliche Studien belegt. Deshalb dürfen wir auch heute von den überlieferten Erfahrungen profitieren.“ Und die zeigen eine breite Wirksamkeit und zahlreiche Einsatzmöglichkeiten.

Tee, Honig und Tinktur

„Wir wollen diese weit verbreitete Pflanze vor allem wegen ihrer heilenden Eigenschaften in den Fokus rücken“, erläutert Jungnickel. Die Erfahrungsheilkunde verwendet einen Tee aus Gänseblümchen-Blüten bei Hautproblemen und rheumatischen Erkrankungen, Gänseblümchen-Honig bei Husten und Gänseblümchentinktur als Einreibung bei Prellungen und Blutergüssen.

In der Küche kann das Gänseblümchen Salate oder Suppen bereichern und Gemüsesülze oder Butterbrot garnieren. Die Knospen, in Essig eingelegt, sind als Kapern-Ersatz bekannt.

Die ausdauernde Schöne

Das mehrjährige, immergrüne Pflänzchen blüht von Februar bis Oktober, bei milden Wintern sogar ganzjährig. Dadurch ist es trotz geringem Nektar- und Pollenanteil für Honigbienen ein guter Nahrungsspender. Sein Blütenköpfchen dreht sich nach dem Lauf der Sonne.

Der wissenschaftliche Name des  Gänseblümchens (Bellis perennis) leitet sich vom lateinischen „bellus“ (schön, hübsch) ab, „perennis“ bedeutet „ausdauernd“. Die „Ausdauernde Schöne“ soll ihren deutschen Namen von dem häufigen Vorkommen auf Gänseweiden bekommen haben.

Im Jahr 2017 wird der NHV Theophrastus weitere Infos rund um das Gänseblümchen auf der Internetseite www.nhv-theophrastus.de und in einer Broschüre veröffentlichen.

Eingestellt am: 17. Januar 2017