Ständiges Händewaschen: Stress für die Haut

Händewaschen strapaziert die Haut

Foto © M. Lentze

Häufiges Händewaschen ist jetzt wichtig, um die Verbreitung der Corona-Viren zu bremsen. Allerdings werden die Hände dadurch arg strapaziert. Ihre empfindliche Haut braucht daher gute Pflege.

Die richtige Reinigung unserer Hände ist eine wirkungsvolle Maßnahme, um sich selbst und seine Mitmenschen vor schlimmen Krankheitserregern zu schützen. In Zeiten von Krankheitswellen, wie wir sie in diesen Wochen mit dem Corona-Virus erleben, ist das Händewaschen unerlässlich.

Doch intensives und häufiges Händewaschen oder auch das Desinfizieren hinterlässt Spuren: Es stresst die Haut und schädigt deren natürliche Schutzbarriere. Denn Wasser, Seife und Desinfektionsmittel beseitigen nicht nur Viren und andere Krankheitserreger. Sie lösen und entfernen auch die natürliche Hautschutzschicht aus Fetten, Säuren und gesunden Bakterien. Die Folge: Die Haut trocknet aus, fühlt sich rau an, juckt und neigt zu Rötungen. Sogar Ausschläge oder ein Handekzem sind möglich. Ohne regelmäßige Pflege mit einer geeigneten Creme verschlimmert sich das Hautbild, die Beschwerden nehmen zu.

Salben spenden Fett und Feuchtigkeit

Noch ärger trifft es Reinigungs-, Küchen- oder medizinisches Personal – deren Hände sind besonders strapaziert. Kleine Einrisse der Haut, die sich schnell entzünden, können für sie zum Dauerproblem werden. In diesem Fall benötigt die Haut medizinische Hilfe, etwa in Form einer Arzneisalbe. Die reichhaltige Salbengrundlage versorgt die Haut mit Fett und Feuchtigkeit. Zusätzlich können pflanzliche Wirkstoffe wie zum Beispiel Hamamelis (Zaubernuss) den Juckreiz lindern und Entzündungen hemmen.

Einfache Grundregeln für das effektive Händewaschen nennt unter anderem die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Gründliches Händewaschen in fünf Schritten

Schritt 1
Halten Sie die Hände zunächst unter fließendes Wasser. Die Temperatur können Sie so wählen, dass sie angenehm ist.

Schritt 2
Seifen Sie dann die Hände gründlich ein – sowohl Handinnenflächen als auch Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und Daumen. Denken Sie auch an die Fingernägel. Hygienischer als Seifenstücke sind Flüssigseifen, besonders in öffentlichen Waschräumen.

Schritt 3
Reiben Sie die Seife an allen Stellen sanft ein. Gründliches Händewaschen dauert 20 bis 30 Sekunden.

Schritt 4
Danach die Hände unter fließendem Wasser abspülen. Verwenden Sie in öffentlichen Toiletten zum Schließen des Wasserhahns ein Einweghandtuch oder Ihren Ellenbogen.

Schritt 5
Trocknen Sie anschließend die Hände sorgfältig ab, auch in den Fingerzwischenräumen. In öffentlichen Toiletten eignen sich hierfür am besten Einmalhandtücher. Zu Hause sollte jeder sein persönliches Handtuch benutzen.

Eingestellt am: 24. März 2020