Gamescom: Online spielen – aber sicher!

Von Comoputerspielen kann man süchtig werden

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Die weltweit größte Messe für Computerspiele „gamescom“ wird wohl auch 2019 neue Besucherrekorde aufstellen. Gaming ist in: Speziell Online-Rollenspiele üben auf viele junge Menschen einen enormen Reiz aus. Sie bergen aber auch Risiken.

Anlässlich der „gamescom“  weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf die Risiken exzessiver Nutzung von digitalen Spielen hin – egal ob am Rechner oder Smartphone, auf der Konsole oder dem Tablet gespielt wird. Zur Prävention exzessiver Computerspiel- und Internetnutzung richtet sich die BZgA mit ihrem Portal „ins-netz-gehen“ an Jugendliche ab 12 Jahren, an ihre Eltern sowie auch an Lehrer.

„Daten der Repräsentativbefragung der BZgA zeigen, dass 5,8 Prozent der Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren ein gestörtes Internet- oder Computerspielverhalten aufweisen“, sagt Dr. med. Heidrun Thaiss. „Insbesondere männliche Jugendliche werden durch Computerspiele dazu verleitet, lange und extensiv zu spielen. Gleichaltrige Mädchen weisen eher ein problematisches Nutzungsverhalten sozialer Netzwerke auf“, berichtet die Leiterin der BZgA. „Das Smartphone verführt dazu, ständig online sein zu wollen. Die Herausforderung für Eltern, Familien und Lehrkräfte ist es, Heranwachsende beim verantwortungsvollen Umgang mit Onlineangeboten zu unterstützen und dabei selbst ein gutes Vorbild zu sein.“

Auch nach der „gamescom“ bewusst und kontrolliert spielen

Nicht jede intensive Spielphase oder Mediennutzung im Leben von Jugendlichen deutet direkt auf eine problematische oder bedenkliche Entwicklung hin. Eltern, die sich um das exzessive Spiel- oder Online-Nutzungsverhalten ihrer Kinder sorgen, sollten daher zunächst die Gründe dafür herausfinden. Das Gespräch in der Familie ist dabei das Wichtigste.

Beispielsweise können schulischer Stress, Konflikte in der Familie oder im Freundeskreis sowie andere Probleme in der Schule oder Freizeit Gründe für exzessives Spiel- beziehungsweise Online-Verhalten sein. Aufmerksam sollten Eltern werden, wenn sie den Eindruck haben, dass das digitale Spielen nicht mehr eigenständig kontrolliert werden kann und es zu Entzugserscheinungen kommt, wenn nicht mehr gespielt werden kann. Diese können sich zum Beispiel in Unruhe und Nervosität, Rückzug, aggressivem Verhalten oder depressiven Verstimmungen äußern.

Rat und Hilfe für Jugendliche und Eltern

Die BZgA hat den Elternratgeber „Online sein mit Maß und Spaß“ als Anleitung zum Umgang mit digitalen Medien in der Familie herausgegeben, der Eltern vielfältige Informationen und Empfehlungen bietet. Außerdem offeriert die BZgA bei Problemen oder Fragen eine individuelle Elternberatung per E-Mail.

Auch den Jugendlichen selbst gibt die BZgA Informationen über den Reiz und die Risiken digitaler Spiele und sozialer Netzwerke. Mit dem Online-Selbsttest „Check dich selbst“ können sie herauszufinden, ob ihr Spiel- und Online-Verhalten normal und angemessen ist.

Eingestellt am: 19. August 2019