Frischer Wind fürs Gedächtnis

Mein Gedächtnis lässt nach: Ich komme nicht immer auf die richtigen Worte, vor allem Namen vergesse ich oft. Droht mir eine Demenz?

Ginkoblatt und Ginkokapseln

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Über diese Probleme mit ihrem Gedächtnis berichten viele ältere Menschen, auch dass sie gelegentlich die Brille oder Schlüssel verlegen. Wenn Ihnen die Worte oder Namen später wieder einfallen, sind das ganz normale, harmlose Alterserscheinungen – Sie müssen sich deshalb keine Sorgen machen.

Dennoch sollten Sie frühzeitig aktiv werden, um Ihr Gedächtnis zu unterstützen. Zwei Dinge gelten als besonders gut für den Geist: regelmäßige Bewegung und soziale Kontakte. Zwei- bis dreimal pro Woche ein halbstündiges Ausdauertraining (zum Beispiel Walking, Radfahren, Schwimmen, Tanzen) sind schon ausreichend. Wählen Sie einen Sport, der Ihnen Spaß macht – Sie müssen sich aber auch ein bisschen anstrengen und ins Schwitzen kommen. Suchen Sie außerdem Gesellschaft: Mit anderen Menschen zu diskutieren oder auch mit ihnen Skat oder Bridge zu spielen, das hält den Geist frisch. Einsamkeit ist dagegen ein Risikofaktor fürs Gehirn.

Auch eine gesunde Ernährung hat Einfluss auf die geistige Fitness. So deuten mehrere Ernährungsstudien darauf hin, dass sich eine vollwertige Kost mit viel Gemüse, Salat, Obst, Fisch und Nüssen bei gleichzeitig relativ geringem Fleischkonsum günstig auf die Hirnleistung auswirkt.

Ein bewährtes Mittel aus der Natur ist Ginkgo. Spezialextrakte aus den Blättern des Ginkgo-Baums verbessern die Sauerstoffversorgung im Gehirn und fördern die Vernetzung der Nervenzellen. So werden zum Beispiel Alltagsfunktionen wie das Wiedererkennen von Gesichtern verbessert. Sie brauchen aber etwas Geduld, um einen Effekt zu merken: Nehmen Sie eine ausreichend hohe Dosis ein, 240 mg pro Tag über mindestens sechs bis acht Wochen. Ein entsprechend dosiertes Präparat erhalten Sie in der Apotheke.

Gehen Sie außerdem konsequent gegen Risikofaktoren vor: Menschen mit Übergewicht, Bluthochdruck oder Diabetes sowie Raucher entwickeln überdurchschnittlich häufig eine Demenz.

Eingestellt am: 25. November 2016