Beratung senkt Diabetes-Risiko

Vorfahrt-achten-Schild mit Apothekenzeichen, darunter Schild mit den Worten "Service Kompetenz Qualität", freigestellt

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Wer sich regelmäßig in der Apotheke beraten lässt, kann das persönliche Diabetesrisiko erheblich senken.

Persönliche Beratungsgespräche und Gruppenschulungen in der Apotheke führen dazu, dass Menschen mit erhöhtem Diabetesrisiko sich mehr bewegen, Übergewicht abbauen und ihre Lebensqualität verbessern. Das belegt eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts für Prävention im Gesundheitswesen (WIPIG).

Die Studie wurde in 40 Apotheken mit insgesamt 1.000 Kunden durchgeführt. Das Programm beinhaltete drei persönliche Beratungsgespräche und fünf Gruppenschulungen innerhalb eines Jahres. Dabei wurden gemeinsam mit dem Apotheker individuelle Gesundheitsziele definiert und Wissen für eine langfristige Lebensstiländerung vermittelt.

Alltagsnahe Beratung

„Mit der Umsetzung dieses Präventionsprogramms können wir erstmals zeigen, dass Apotheker wirksam und effektiv zur Verhinderung der Diabetes-Epidemie beitragen können“, sagt Studienleiterin Prof. Dr. Kristina Friedland von der Universität Erlangen-Nürnberg. Ihr Ziel ist es nun, solch ein Programm flächendeckend umzusetzen.

„Die Studie belegt, dass Präventionsmaßnahmen durch die Apotheke bei Volkskrankheiten wie Diabetes nicht nur theoretisch sinnvoll, sondern auch praktisch durchführbar sind“, sagt Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. „Apotheken können niederschwellige und alltagsnahe Beratungsangebote machen.“

Pressemitteilung des WIPIG

Zuletzt geändert am 29. Januar 2016

Eingestellt am: 29. Januar 2016