Aktiv gegen Arthrose

Jüngere Frau auf Bike vor dem überqueren einer Brücke über einen See vor Bergkulisse

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Zu viel Schonung tut nicht gut: Bei Arthrose ist es ganz wichtig, in Bewegung zu bleiben. Auch gesunde Ernährung hilft.

Bewegung zählt zu den wichtigsten Säulen der Arthrosetherapie. Eine zu starke Schonung der betroffenen Gelenke wäre kontraproduktiv, denn nur bei körperlicher Aktivität kann die Gelenkschmiere das Knorpelgewebe ausreichend mit den nötigen Nährstoffen versorgen. Geeignete Sportarten „massieren“ den Knorpel auf schonende Weise und fördern so den Knorpelaufbau. Besonders zu empfehlen sind Rad fahren, Walking, Aquajogging, Wandern, Gymnastik und Schwimmen.

Mehrmals pro Woche mindestens eine halbe Stunde Bewegung – das gilt als ideal, um Schmerzen zu lindern und die Gelenkfunktion zu verbessern. Sportliche Aktivitäten sollten möglichst nicht nur in den beschwerdefreien Phasen erfolgen. Selbst wenn zu Beginn noch leichte Schmerzen bestehen, lautet der Rat: einfach weitermachen! Sind Muskeln und Gelenke durch die Bewegung erst einmal richtig warm geworden, lassen die Beschwerden in der Regel nach.

Gemüse gegen Gelenkschmerzen

Auch gesunde und bewusste Ernährung kann Gelenkschmerzen günstig beeinflussen. Als besonders empfehlenswert gilt eine mediterrane Kost mit reichlich Gemüse, viel Obst, Salat und Vollkornprodukten. Der Verzehr fettreicher tierischer Lebensmittel sollte dagegen reduziert werden, denn sie enthalten relativ viel Arachidonsäure. Diese begünstigt eine verstärkte Bildung entzündungsfördernder Botenstoffe, die Gelenkbeschwerden verschlimmern können. Arthrose-Patienten sollten daher den Verzehr von Butter, Sahne, Schmalz sowie fetten Fleisch- und Wurstwaren einschränken.

Während mit der durchschnittlichen Ernährung in Deutschland täglich etwa 300 mg Arachidonsäure aufgenommen werden, enthält eine weitgehend pflanzliche Kost weniger als 50 mg. Obst und Gemüse haben zudem den Vorteil, dass sie den Körper gleichzeitig mit Antioxidanzien wie Vitamin C sowie wertvollen Spurenelementen versorgen – die Vitalstoffe wirken entzündungshemmend und können so zu einer Besserung der Beschwerden beitragen.

Eingestellt am: 10. Juli 2015