Wärme hilft bei Rückenschmerzen und Verspannungen

Eine Wärmflasche wärmt den unteren Rücken

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Wärme ist ein wirksames Heilmittel. Sie sorgt für stärkere Durchblutung und eine bessere Versorgung der Muskulatur mit Sauerstoff und Nährstoffen.

Unter dem Einfluss von Wärme lindern Sie Verspannungen und lösen Muskelschmerzen. Verschiedene Arten der Behandlung sind möglich.

Wärmflasche – die Wärme aus dem Wasser

Früher nahm man auf dem Herd angewärmte, gut eingewickelte Ziegelsteine mit ins Bett. Die Handhabung einer Wärmflasche ist heutzutage wesentlich leichter. Um Verbrennungen zu vermeiden, sollten Sie die mit heißem Wasser gefüllte Gummihülle nicht direkt auf die Haut legen. Besser ist es, die Flasche in einen passenden Überzug zu stecken oder in ein Handtuch zu wickeln.

Wärmflaschen haben im Vergleich zu elektrischen Heizquellen zwei Vorteile: Sie passen sich durch ihre Flexibilität gut dem Körper an und können nie heißer werden als zum Zeitpunkt des Befüllens. Gefahren bestehen indes darin, dass man sich beim Hantieren mit heißem Wasser verbrüht. Wichtig bei Kleinkindern: Die Wärmflasche fest zudrehen und den Schraubverschluss nach Möglichkeit mit einem Überzug sichern!

Heiz- und Kirschkernkissen

Stecker rein, und die Wärme fließt auf Knopfdruck: So funktioniert ein Heizkissen bzw. eine Heizdecke. Im Handel sind diverse Produkte in unterschiedlichen Größen und Preiskategorien erhältlich. Die Oberfläche erwärmt sich je nach Einstellung auf rund 40 bis 50 Grad. Gefährlich heiß kann es werden, wenn die Heizdrähte zu dicht nebeneinander liegen.

Heizkissen gehören weder in Kinderhände noch über Nacht mit ins Bett. Bei extrem langer Anwendung, zum Beispiel während des Schlafens, kann es zu Überhitzungen kommen. Wie alle anderen Elektrogeräte strahlen Heizkissen elektromagnetische Felder aus. Wichtig: Beim Kauf eines Heizkissens auf das VDE-Siegel (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik) achten!

Das Kirschkernkissen ist ein altes Hausmittel. Erwärmen sie das Kirschkernkissen im Backofen oder in der Mikrowelle. Vorteil: Es hält die Wärme länger als Wasser und gibt sie gleichmäßig ab. Im Vergleich zur Wärmflasche birgt das Kirschkernkissen weniger Gefahren, z. B. durch Verbrühen. Darüber hinaus können sie es beliebig oft verwenden.

Gut geeignet ist der natürliche Wärmespender u. a. für Kinder. Problem: Das Kissen kann leicht verrutschen. Neben Kirschkernkissen gibt es andere, in gleicher Weise wirkende Wärmespender auf natürlicher Basis. Beispielsweise Kissen mit Dinkel, Roggen und Hirse. Dabei gilt: Die Wärmespeicherung ist umso besser, je gröber die Kerne oder Körner sind. Gleichzeitig raschelt die Füllung aber lauter und schmiegt sich nicht so gut dem Körper an.

 

Eingestellt am: 15. Oktober 2015