Thermalbaden: Wellness im warmen Wasser

Thermalbaden tut gut bei SThermalbaden tut gut bei Stress, Verspannungen, Rheuma

© Carasana Bäderbetriebe GmbH

Von Stressreduktion über Schmerzlinderung bis zu Hilfe bei Allergien, Rheuma oder Rückenbeschwerden: Thermalbaden kann ein wirksamer Teil der Therapie sein.

Das Thermalbaden hat erwiesenermaßen einen positiven Effekt – ab einer Dauer von 25 Minuten. Dann kommt es laut einer österreichischen Studie der Medizinischen Universität Graz und des Landesklinikums St. Pölten zu einer signifikanten Senkung des Kortisol-Gehalts im Speichel, der als Stress-Indikator gilt. Darüber hinaus gaben Studienteilnehmer an, dass sie sich beim Baden im wohltemperierten Wasser deutlich entspannter fühlten als beim Praktizieren anderer Entspannungstechniken. Außerdem nahmen Schmerzen an Gelenken und Wirbelsäule spürbar ab.

Stress und Sorgen vergessen, abschalten, sich komplett fallen lassen in behaglich warmem Wasser, das den Körper sanft umspült und spürbar leichter werden lässt: Nichts ist nach einem anstrengenden Tag voller Termine entspannender als das Baden in angenehm temperiertem Wasser. Körper und Organismus sollte man aber nicht überlasten, denn Thermalbaden strengt auf Dauer an. Wer seinen Kreislauf anregen möchte, kühlt sich anschließend kurz im Kaltbecken ab oder durchwatet das Kneippbecken. Badepausen sorgen für die notwendigen Phasen der Ruhe und Regeneration.

Auftrieb beim Baden

Optimal beim Thermalbaden ist eine Temperatur von 35 Grad. Sie wird als besonders angenehm empfunden, weil der Körper ohne Bewegung weder auskühlt noch überwärmt. Aus medizinischer Sicht steigert der Aufenthalt im Wasser noch aus anderen Gründen das Wohlbefinden: Der hydrostatische Druck fördert die Durchblutung. Zusätzlich entlastet der Auftrieb im Wasser den gesamten Bewegungsapparat, der sich so erholen und lockern kann – das Thermalbaden in Sole sorgt sogar für einen Schwebezustand. Überdies verstärkt der Wasserwiderstand den Trainingseffekt, weil Bewegungen anstrengender sind und die Muskeln mehr gefordert werden.

Sind im Wasser heilsame Mineralien enthalten, die durch die Wärme noch besser auf den Körper einwirken können, pflegen diese zum einen die Haut. Zum anderen können sie durch die Poren in den Körper eindringen und eine Tiefenwirkung auf Gelenke oder Organe entfalten. Je nach Quelle variieren die Indikationen für eine Thermalkur. So speisen zum Beispiel zwölf Quellen das Friedrichsbad und die Caracalla-Therme in Baden-Baden. Das mineralhaltigste Wasser in Baden-Württemberg ist besonders reich an Fluorid und Natriumchlorid, es soll so den gesamten Körper stimulieren und regenerieren. Mehr als 20 Mineralstoffe und Spurenelemente finden sich auch im Robert-Kampe-Sprudel der Bad Emser Therme, der unter anderem die Heilung bei Allergien, Atemwegserkrankungen und Herzproblemen unterstützen kann.

Eingestellt am: 27. November 2019