Viel Spaß beim Skilanglauf

Entspannend, dynamisch, gesund: Skilanglauf gehört zu den schönsten Wintervergnügen. Wir geben wichtige Tipps für die Loipe.

Eine blonde Frau betreibt Langlauf

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Skilanglauf ist nur etwas für Rentner? Von wegen! In jedem Alter macht der beliebte Ausdauersport großen Spaß. Nicht nur Naturfreunde, sondern auch alle, die sportliche Herausforderungen suchen, kommen hier auf ihre Kosten.

Wem der klassische Laufstil, bei dem vor allem Ausdauer und Technik gefragt sind, auf Dauer zu „langweilig“ ist, der entscheidet sich vielleicht für die sportlichere Skating-Technik. Bei dieser schnellen Variante des Langlaufs sind die Bewegungen dem Eislaufen nachempfunden. Da kommt man ganz schön in Fahrt, braucht aber auch eine gehörige Portion Kondition und Kraft.

Ideales Ganzkörpertraining

Doch egal, welche Langlauf-Technik man bevorzugt: Die dynamische Sportart mit ihren gleichförmigen, rhythmischen Bewegungen zählt zu den gesündesten Freizeitaktivitäten überhaupt. Kein Wunder, werden in der Loipe doch fast alle Muskeln beansprucht. Ob Arme, Rücken, Beine, Bauch oder Po – alles wird trainiert, gekräftigt, in Form gebracht.

Klar, dass regelmäßiger Skilanglauf auch jede Menge Kondition bringt. Das gesamte Herz-Kreislauf-System kommt in Schwung und die Lunge freut sich über die Extra-Portion Sauerstoff. Wer regelmäßig auf die Bretter steigt, kann sich dadurch sogar vor Erkältungen schützen. Denn: Die Kombination aus moderater Bewegung und reichlich frischer Luft ist Balsam fürs Immunsystem.

Gut für die Gelenke

Weil Skilanglauf die Gelenke kaum belastet, ist der Sport auch für Menschen mit Übergewicht sehr gut geeignet. Und er hilft beim Abspecken: Schon nach einer Stunde in der Loipe hat der Körper rund 700 Kilokalorien verbraucht.

Selbst Erkrankungen wie Arthrose oder Rückenprobleme, die vielen Menschen den Spaß am Sport verleiden, müssen beim Skilanglauf kein Hindernis sein. Im Gegenteil: Viele Patienten mit beginnendem Gelenkverschleiß oder Rückenschmerzen profitieren von den gleichmäßigen Bewegungen. Und sogar mit künstlichen Knie- und Hüftgelenken ist Skilanglauf prinzipiell möglich.

Auf gute Ausrüstung achten

Damit das winterliche Vergnügen ungetrübte Freude bereitet, kommt es auf die richtige Ausrüstung an. Wer seine uralten Bretter nach Jahrzehnten wieder aus der hintersten Kellerecke hervorkramt und sich damit in den Schnee begibt, dem wird der Spaß wahrscheinlich schnell vergehen. Besser und durchaus auch erschwinglich ist es, sich eine moderne Langlaufausrüstung zu kaufen oder auszuleihen.

Im Trend liegen beispielsweise die kürzeren und stärker taillierten Nordic-Cruising- oder Fitness-Modelle, die eine größere Standfläche und damit gute Kontrolle und Stabilität bieten. Am besten ist es, sich im Sportfachgeschäft beraten zu lassen. Denn welche Ski und Stöcke besonders gut geeignet sind, hängt von vielen individuellen Faktoren ab.

Langsam loslegen

Wichtig ist neben der professionellen Ausrüstung auch eine gute Vorbereitung: Wer sich völlig untrainiert auf die Skier stellt und dann gleich Vollgas gibt, riskiert bestenfalls nur einen gehörigen Muskelkater. Auf der sicheren Seite sind Langlauffans, die sich schon ein paar Wochen vor dem Wintersport mit Walking und Skigymnastik fit machen – und ihre Urlaubspläne mit dem Arzt besprechen.

Klar, dass man es vor allem in den ersten Tagen langsam angehen lassen sollte. Für Einsteiger und untrainierte Zeitgenossen gilt grundsätzlich die Devise: Nur so schnell fahren, dass man sich dabei noch gut unterhalten kann. Bei aller Vorsicht: Übermäßige Sorgen um die Gesundheit müssen sich Skilangläufer zum Glück nicht machen. Denn das Verletzungsrisiko ist – im Vergleich zu vielen anderen Sportarten – gering.

Eingestellt am: 25. Januar 2016