Tipps zum Radfahren bei Hitze

Tipps zum Radfahren bei Hitze

Foto: © www.pd-f.de/winora staiger

Radfahrer haben bei Temperaturen um 30 Grad einen klaren Vorteil: Der Fahrtwind wirkt kühlend und erfrischend. Dennoch kann Radfahren bei Hitze belastend sein. Mit diesen Tipps und Tricks kommen Sie gesund ans Ziel.

Tipp 1: Richtig trinken

Auch wenn der Fahrtwind kühlt: Radfahren bei Hitze wirkt schweißtreibend. Richtiges Trinken bedeutet aber nicht, Unmengen an gekühlter Flüssigkeit in sich hineinzukippen. Radsportler sollten eher darauf achten, gleichmäßig und stetig zu trinken, am besten bevor sich ein Durstgefühl einstellt. Als Getränke bieten sich Wasser oder Fruchtschorlen an. Empfohlen wird etwa ein Liter Flüssigkeit pro Stunde Radfahren. Deshalb sollten zwei Flaschenhalter am Rad montiert sein. Zur erfrischenden Ernährung dienen wasserhaltige Früchte, zum Beispiel Melonen, Erdbeeren oder Orangen. Alkohol ist dagegen tabu – selbst geringe Mengen können zu Kreislaufproblemen führen.

Tipp 2: Salz nicht vergessen

Gerade bei hohem Flüssigkeitsdurchsatz muss man darauf achten, den Körper mit Salz zu versorgen. Hierfür bieten sich Sportriegel mit Elektrolyt-Zusatz an oder entsprechende Getränkepulver zum Auflösen in Wasser. Wer es ganz einfach mag, kann auch ein, zwei Prisen Salz in die Trinkflasche geben.

Tipp 3: Wasser finden

Bei Fahrten durch strukturschwache oder touristisch schlecht erschlossene Gegenden kann schnell das Wasser ausgehen. Ein Reiseradlertipp, der auch in fernen Ländern gilt, sind Friedhöfe: Hier findet sich fast immer ein Wasserhahn, der sich für kurze Erfrischung oder zum Trinken eignet. Auch an einer Tankstelle über Land lassen sich die Vorräte auffüllen. Bei längeren Radtouren bietet sich die Mitnahme eines größeren Wasserbeutels an.

Tipp 4: Radfahren bei Hitze nie ohne Kopfbedeckung

Ein Fahrradhelm schützt bereits ausreichend vor der Sonne. Durch die Belüftungslöcher und ausgeklügelte Kühlungssysteme im Helm kommt genügend Fahrtwind an den Kopf. Beim Kauf sollte man sich informieren, welcher Helm über ein gerade bei hohen Temperaturen passendes Belüftungssystem verfügt. Die klassische Radsportmütze unter dem Helm ist bei Hitze nicht jedermanns Sache. Sie hilft jedoch, den Schweiß aufzufangen, sodass er nicht ins Gesicht läuft.

Tipp 5: Eincremen ist Pflicht

Vor dem Start der Tour ist das Eincremen Pflicht, am besten mit einer sporttauglichen Sonnencreme. Die Mittel sind wasserfest, haben meist einen hohen UV-Schutz und sind gegen Schweiß resistent. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, steckt die Sonnencreme zum Nachschmieren in die Trikottasche.

Tipp 6: Strecke mit Schatten planen

Die größte Belastung durch Hitze und Ozon tritt in der Zeit zwischen 13 und 18 Uhr auf. Dann wird auch der Boden durch die Sonnenstrahlen maximal erwärmt. Das Radfahren bei Hitze sollte deshalb lieber in den kühleren Morgen- und Abendstunden stattfinden. Ideal ist eine Strecke, die möglichst oft durch schattige Passagen wie Wälder und Täler führt.

Tipp 7: Richtige Kleidung anziehen

Fahrradkleidung sollte immer entsprechend der Temperatur gewählt sein. Bei Hitze bedeutet das: Ein Trikot aus saugfähigem Stoff lässt den Schweiß besser verdunsten, und mit einem durchgehenden Reißverschluss kann bei schweißtreibenden Passagen der Oberkörper zusätzlich vom Fahrtwind profitieren. Dicht gewebte Stoffe schützen zusätzlich vor UV-Strahlen. Zudem sollte helle Kleidung getragen werden, die das Licht reflektiert. Spezielle Sportsocken sind mit Netzmaterialien ausgestattet und erhöhen so die Belüftung und den Tragekomfort. Auch eine Sonnenbrille zum Schutz der Augen gegen UV-Strahlung ist unbedingt empfehlenswert.

Tipp 8: Regelmäßig Pausen machen

Radfahren bei Hitze belastet den Kreislauf. Auf etwaige Zeichen von Unwohlsein muss man strikt achten und direkt eine Pause im Schatten einlegen. Vielleicht findet sich auch ein Bächlein zum Füße hineinhalten? Auch der Besuch eines Biergartens ist eine Option, um sich zu erholen und zusätzlich den Getränkevorrat aufzufüllen. Kühlen Schutz vor der Mittagshitze findet man oft auch in Kirchen. Vorsicht bei Fahrten am Wochenanfang: Viele Gaststätten haben Ruhetage. Das sollte bei der Tourenplanung immer berücksichtigt werden.

Eingestellt am: 27. Juli 2018