Was Sie für gesunde Augen tun können

Für die Augengesundheit kann man auch selber etwas tun

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Unsere Augen sind im Alltag mehr denn je gefordert – vor allem Stress und lange Zeiten am Bildschirm sind eine hohe Belastung. Lesen Sie, was für gesunde Augen wichtig ist.

Lange Zeiten vor dem Bildschirm senken die Lidschlagfrequenz und fördern dadurch ein trockenes Auge. Auch die Fähigkeit, zwischen Nah- und Fernsicht hin- und her zu wechseln, nimmt ab, wenn das Auge immer auf denselben Abstand fokussiert.

Wer hingegen den Blick in die Ferne schweifen lässt und statt dem virtuellen das reale Leben genießt, tut etwas für gesunde Augen. Und wer öfter mal Grün sieht – statt rot vor lauter Stress –, entspannt nicht nur die Augen. Denn Digital Detox, also bewusste Zeiten ohne Medienkonsum, schenken dem gesamten Körper Ruhe und Erholung.

Für gesunde Augen bei Kindern gilt: Mehr Abstand, bitte!

Häufiges Lesen oder der ständige Blick auf Smartphone, Tablet und Computer beeinflussen bei Kindern und Jugendlichen das Längenwachstum des Auges – damit erhöht sich das Risiko für Kurzsichtigkeit. Insbesondere die Kombination aus dem ständigen Blick auf Bildschirme und dem Mangel an Aufenthalten im Freien bei hellem Tageslicht fördert die Kurzsichtigkeit.

Deshalb sollten vier- bis sechsjährige Kinder täglich maximal 30 Minuten vor einem Bildschirm sitzen – egal ob Tablet oder TV – und Grundschulkinder bis zehn Jahre maximal eine Stunde. Für alle Kinder gilt: Sie sollten mindestens zwei Stunden am Tag an der frischen Luft verbringen.

Vorsicht vor blauem Licht

Studien belegen: Blaues LED-Licht kann die Netzhaut schädigen. Deshalb sollten Sie nicht direkt in LEDs sehen und generell warmweißes Licht bevorzugen. An Monitoren lassen sich Blautöne oft herunter- und Gelbtöne heraufregeln. Für Smartphones gibt es spezielle Filter-Apps, um den Farbton des Displays zu verbessern.

Vor allem aber ist es für gesunde Augen wichtig, die abendlichen Bildschirmzeiten zu reduzieren. Denn wer tagsüber (im Hellen) am Computer arbeitet, hat eher enge Pupillen, und es trifft weniger blaues Licht auf die Linse. Abends und nachts passt sich das Auge aber der Dunkelheit an: Die Pupille ist geweitet, um möglichst viel Licht einzufangen, und damit dem Blaulicht besonders stark ausgesetzt. Das sollten Sie im Hinterkopf haben und zum Fernsehen oder am Computer eine möglichst helle Umgebung schaffen.

Stress beeinträchtigt das Sehvermögen

Wie sensibel unsere Augen auf Stress reagieren, haben Untersuchungen mit Patienten gezeigt, deren Sehvermögen stark eingeschränkt ist. Bei ihnen beeinträchtigte Stress die Sehkraft noch zusätzlich. Wir sollten also – auch unseren Augen zuliebe – immer wieder für Ausgleich und Entspannung im Alltag sorgen.

Gesunde Augen verfügen über verschiedene Schutzmechanismen. Dennoch überwinden immer wieder reizende Stoffe diese Barrieren. Die Folge kann eine nicht-infektiöse Bindehautentzündung sein, auch Konjunktivitis genannt. Sie gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Auges. Dabei juckt es, tränt und ist gerötet. Staub, Rauch, Zugluft, UV-Licht oder Fremdkörper können ebenso Auslöser einer Konjunktivitis sein wie eine Allergie oder mechanische Reizungen durch ständiges Reiben. Im Gegensatz zu infektiösen Augenerkrankungen ist diese Form nicht ansteckend, sie sollte aber trotzdem ernst genommen werden. Die Beschwerden einer nicht-infektiösen Bindehautentzündung lassen sich zum Beispiel mit Augentropfen lindern, die einen Auszug der Heilpflanze Euphrasia (Augentrost) enthalten.

Eingestellt am: 19. Februar 2019