Makuladegeneration: Bewahren Sie Ihr Augenlicht

Kein anderes Handicap fürchtet die Generation 50 plus mehr als die Erblindung. Doch viele ältere Menschen wissen wenig über das Hauptrisiko: die Makuladegeneration.

Frau sitzt mit einem Buch auf dem Sofa und lächelt in die Kamera.

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Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) bedroht das Augenlicht: Sie ist mit rund sieben Millionen Betroffenen in Deutschland eine der häufigsten Ursachen für schwere Sehstörungen und Erblindung.

Wie der Name bereits sagt, trifft die Krankheit vor allem ältere Menschen über 50. Personen, die ihr ganzes Leben gut sehen konnten, verlieren nach und nach im mittleren Gesichtsfeld das Augenlicht - also im Bereich des schärfsten Sehens.

Aktionswoche zur Makuladegeneration im November 2020

Wer mehr über das Thema Makuladegeneration und Augenlicht erfahren möchte, hat Gelegenheit dazu in der AMD-Aktionswoche vom 14. bis 21. November 2020. Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Aktionswoche deutschlandweit online und per Zoom-Videokonferenz statt. Auch die Einwahl per Telefon ist möglich. Genaue Informationen zur AMD-Aktionswoche finden Interessierte auf den Seiten von Pro Retina Deutschland e.V., einer Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhaut- und Makuladegeneration.

In der AMD-Aktionswoche werden an verschiedenen Themen-Tagen einzelne Schwerpunkte aufgegriffen. Es wird aufgeklärt, wie die Krankheit entsteht und sich entwickelt. Auch Möglichkeiten zur Vorsorge wie etwa eine gesunde Ernährung werden behandelt. Außerdem wird gezeigt, wie Betroffene sich im Falle einer fortschreitenden Erkrankung bestmöglich selbst helfen können. Dieses Jahr steht ein Themen-Tag unter einem besonderen Motto. Am Mittwoch, den 18. November, geht es um das Thema „Pflege von AMD-Erkrankten“. Dieser Tag richtet sich besonders an Pflege- und Gesundheitseinrichtungen sowie pflegende Angehörige. Er ist der Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen für diese Personengruppen.

Ältere Menschen fürchten vor allem, das Augenlicht zu verlieren

Mobil sein, selbst einkaufen, nicht auf Hilfe angewiesen sein – all dies macht im Alter einen großen Teil der Lebensqualität aus. Kein Wunder also, dass ältere Menschen von allen Krankheiten am meisten fürchten, das Augenlicht zu verlieren. Gleichzeitig hat die Generation 50 plus aber wenig Kenntnis über die möglichen Ursachen einer Sehbeeinträchtigung. So lauteten jedenfalls vor wenigen Jahren die Ergebnisse einer repräsentativen Studie des Marktforschungsinstituts „produkt+markt“ mit 500 Teilnehmern. Demnach hielten 31 Prozent der Befragten den Verlust des Augenlichts für die bedrohlichste Erkrankung im Alter, noch vor Krebs (17 Prozent) und Demenz (11 Prozent). Dem gegenüber stehen jedoch erhebliche Informationsdefizite. So war die AMD nur 10 Prozent der Befragten bekannt.

Besonders die feuchte Form der AMD ist gefährlich, da sie schnell fortschreitet. Sie ist im Vergleich zur trockenen Form zwar seltener, aber deutlich aggressiver. Unwissenheit könnte für Betroffene ernste Folgen haben - etwa wenn sie erst im späten Stadium einer Erkrankung zum Augenarzt gehen. Hilfreiche und leicht verständliche Informationen rund um die Früherkennung, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten beim Thema Makuladegeneration und Augenlicht gibt es auch beim unabhängigen Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Eingestellt am: 28. Oktober 2020