So schminken Sie sich schön

schöne Frau mit Schminkutensilien

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Ein makelloser Teint ist nicht immer ein Geschenk der Natur, sondern oft das Ergebnis gekonnten Make-ups. Wir verraten, wie Sie Pickel, Rötungen & Co. wegschminken.

Frauen, die von Natur aus mit schöner, ebenmäßiger Haut gesegnet sind, müssen sich um ihr Make-up nur wenig Gedanken machen. Oft reicht schon ein Klecks getönte Tagescreme, um den Teint im Handumdrehen zum Strahlen zu bringen. Wer hingegen unter Hautproblemen wie Akne, Couperose oder Pigmentflecken leidet, muss morgens ein wenig mehr Zeit vor dem Spiegel verbringen. Denn ein paar geschickte Handgriffe sind schon erforderlich, um störende Flecken, auffällige Rötungen oder dunkle Schatten optisch zu kaschieren. Doch mit den richtigen Beauty-Elixieren lässt sich (fast) jedes Hautproblem wegschminken.

Die wichtigsten Basics für die Schönheit sind Tagescreme, Abdeckstift (Concealer) und Foundation, auch Grundierung oder schlichtweg Make-up genannt. Welche Kosmetika auf die Haut kommen sollten – und welche auf gar keinen Fall – richtet sich immer nach dem individuellen Hautzustand und dem Problem, das es wegzumogeln gilt.

Pigmentflecken und Feuermale kaschieren

Bei der Wahl der Foundation ist es wichtig, dass ihr Farbton perfekt mit dem der Haut harmoniert. Ein zu dunkles Make-up wirkt unnatürlich, oft geradezu maskenhaft. Um sehr blasse Haut optisch aufzufrischen, eignet sich ein Hauch Rouge besser als eine zu dunkel gewählte Grundierung. Tipp: Testen Sie die Make-up-Farbe an der Innenseite des Handgelenks – nicht auf dem Handrücken, wo die Haut meist dunkler ist als im Gesicht.

Soll das Make-up Äderchen oder Pigmentflecken kaschieren, empfehlen sich Produkte mit hoher Deckkraft, etwa Puder-Make-ups. Wie hoch die Deckkraft ist, hängt von Art und Menge der enthaltenen Pigmente ab. Durch einen besonders hohen Pigmentanteil zeichnen sich so genannte Camouflage-Make-ups aus. Diese Spezialisten sind ideal, um ausgeprägte farbliche Hautanomalien, etwa Feuermale und fleckige Rötungen abzudecken. Viele cremige und flüssige Make-ups lassen sich zwar sehr gut verteilen, kaschieren Hautprobleme aber weniger gut.

Mit Grün gegen Rot

Wer Hautrötungen abdecken möchte, sollte sich für ein Make-up mit Grünpigmenten entscheiden: Die kaschierenden Grünpigmente neutralisieren die Komplementärfarbe Rot. Solche Beauty-Spezialisten sind beispielsweise für Frauen mit Couperose eine gute Wahl. Obwohl Couperose – also rote Äderchen auf den Wangen und im Nasenbereich – weder schmerzhaft noch gefährlich ist, kann sie zu einem optischen Ärgernis werden.

Wenig beliebt sind auch Pigmentflecken, die den Teint unregelmäßig und manchmal regelrecht alt aussehen lassen. Auch hier gilt: Grundierung mit starker Deckkraft wählen. Empfehlenswert sind hochwertige Make-ups aus der Apotheke, die zudem über hautpflegende Eigenschaften verfügen und häufig auch Schutz vor UV-Strahlen bieten.

Pickel sicher abdecken

Kosmetika aus der Apotheke sind auch für junge Mädchen und Frauen mit Akne eine gute Wahl. Ihre Foundation sollte gut decken, mattieren und auf Inhaltsstoffe verzichten, die Pickeln und Hautunreinheiten Vorschub leisten könnten. Der Hinweis „nicht komedogen“, also „nicht pickelfördernd“ deutet darauf hin, dass das Make-up bei Akne geeignet ist.

Wertvoll für Problemhaut ist ein Abdeckstift, auch Concealer genannt. Ob Pickel, Rötung oder dunkle Augenringe: Er deckt fast alles ab, was die Optik stört. Rötungen verschwinden dank eines Concealers mit Grünpigmenten. Und blau-violette Augenringe, die den Teint müde erscheinen lassen, kaschiert ein gelber Korrekturstift. Wichtig, dass auch der Abdeckstift zum Hautton passt, er kann ruhig etwas heller sein als die Foundation – aber keinesfalls dunkler!

Hilfe bei Hautkrankheiten

Gut zu wissen: Auch Frauen, die unter Hautkrankheiten wie Neurodermitis leiden, müssen nicht grundsätzlich aufs Schminken verzichten. Oft ist ein Make-up, unter dem die Hautirritationen erst einmal verschwinden, sogar Balsam für die Seele und gut fürs Selbstwertgefühl. Für Menschen mit kranker Haut gibt es in der Apotheke hauttypgerechte dermatologische Make-ups, die beispielsweise ohne Duft- und Konservierungsstoffe auskommen. Welche im Einzelfall geeignet sind, sollten Frauen mit dem behandelnden Dermatologen und dem Apotheker besprechen.

Eingestellt am: 19. Juni 2015