So bleiben Sie im Sommer gesund

Sonne, See und Spaß: Das Leben kann so schön sein. Zumindest, solange wir im Sommer gesund bleiben. Lesen Sie hier, wie Sie lästige Beschwerden wie Sonnenbrand oder Insektenstiche vermeiden.

Glückliche Familie mit Tochter macht Urlaub im Sommer am See

© Robert Kneschke – Fotolia.com

Viele Infektionen und Beschwerden treten bevorzugt in der warmen Jahreszeit auf – Sommergrippe, Sonnenallergie, Durchfall und Insektenstiche gehören dazu. Und allesamt haben sie das Zeug zum echten Spielverderber.

Wer mag schon mit heftigem Husten im Biergarten sitzen, mit juckendem Hautausschlag zur Grillparty gehen oder mit Magen-Darm-Verstimmung am Badesee liegen? Doch die gute Nachricht lautet: Mit ein bisschen Achtsamkeit und kleinen Tricks bleiben Sie im Sommer gesund. Und auch im Akutfall hilft die richtige Strategie, um Beschwerden rasch wieder in den Griff zu bekommen.

Die Sommergrippe ist besonders lästig

Verursacht wird die Sommergrippe von Viren, die auch in der warmen Jahreszeit aktiv sind. Ist unser Immunsystem – zum Beispiel durch kalte Klimaanlagenluft, zu ausgiebiges Sonnenbaden oder stressige Urlaubsvorbereitungen – geschwächt, können die Keime leichter in den Körper eindringen und sich vermehren. Schnupfen, Halsschmerzen, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen sind die lästigen Folgen. Im Sommer ist eine Erkältung doppelt quälend, denn bei Hitze und Schwüle fühlen wir uns erst recht schlapp. Um die Beschwerden zu lindern, sind Erkältungsmittel wie abschwellende Nasensprays, pflanzliche Schleimlöser, Lutschpastillen gegen Halsweh und Hustenlöser hilfreich.

Bei Durchfall viel trinken

Mitunter geht eine Sommergrippe auch mit Beschwerden wie Durchfall und Erbrechen einher. Aber auch Bakterien sind jetzt oft Auslöser heftiger Durchfälle. Ein Grund: Bei warmen Temperaturen finden Mikroorganismen ideale Wachstumsbedingungen vor und können mit dem Essen schnell in den Körper gelangen. Um im Sommer gesund zu bleiben, ist es wichtig, empfindliche Lebensmittel – beispielsweise mit rohem Ei oder Fleisch und Fisch – lückenlos zu kühlen und auf eine gute Küchenhygiene zu achten. Ist der Durchfall erst da, heißt die wichtigste Erste-Hilfe-Regel: Den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust wieder ausgleichen – mit Wasser, Tees und Elektrolyten aus der Apotheke. Daneben helfen rezeptfreie Mittel: Das Team in Ihrer Apotheke hilft Ihnen gern, ein individuell geeignetes Präparat zu finden.

Mit heiler Haut im Sommer gesund

Auch unserer Haut kann der Sommer zu schaffen machen: Denn zu viel UV-Strahlung verursacht Sonnenbrand. Der ist nicht nur äußerst schmerzhaft, sondern könnte langfristig auch zu Hautkrebs führen. Deshalb: Beugen Sie vor – durch einen zurückhaltenden Umgang mit der Sonne, durch geeignete Kleidung und hochwertigen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor. Hat sich die Haut doch gerötet, hilft ausreichend langes Kühlen mit feuchten Umschlägen. Gegen Rötungen und Brennen haben sich kühlende Gele bewährt, unter Umständen auch Cremes mit Hydrocortison. Starker Sonnenbrand mit Blasenbildung ist ein Fall für den Arzt.

Viele Menschen leiden jetzt auch unter einer Sonnenallergie, die durch juckende Pusteln, Bläschen und Rötungen auf sich aufmerksam macht. Die häufigste Allergie heißt polymorphe Lichtdermatose (PLD). Dazu kommt es meist, wenn die sonnenentwöhnte Haut erstmals einer hohen UV-Strahlung ausgesetzt ist – zum Beispiel beim ersten Freibadbesuch oder im Urlaub. Wer zu PLD neigt, sollte die Haut behutsam an die Sonne gewöhnen und eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden. Ist der juckende Hautausschlag schon da, gilt es, die Sonne konsequent zu meiden. Gegen starken Juckreiz gibt es antiallergische Präparate in der Apotheke.

Hilfe bei Insektenstichen

Spezielle Medikamente zum Auftragen auf die Haut wirken auch bei juckenden Mückenstichen lindernd. Um sich die Plagegeister vom Hals zu halten, helfen lange, helle Kleidung und insektenabwehrende Mittel (Repellents). Auch Fliegengitter an den Fenstern leisten gute Dienste. Sie halten Mücken auf Distanz und sorgen gleichzeitig dafür, dass sich Bienen und Wespen nicht ins Haus verirren können.

Wespen- und Bienenstiche sind sehr schmerzhaft, für Insektengift-Allergiker sogar lebensgefährlich. Um sie zu vermeiden, gilt: Nähert sich ein Insekt, immer Ruhe bewahren. Denn hektische Bewegungen versetzen das Tier in Alarmbereitschaft – es fühlt sich bedroht und sticht zu. Ist das Unglück geschehen, helfen gekühlte Gelkissen und juckreizstillende Cremes oder Gele, ein Anschwellen der Einstichstelle zu verhindern. Insektengift-Allergiker sollten im Sommer immer ein Notfallset mit geeigneten Medikamenten dabeihaben.

Eingestellt am: 7. Juli 2018