Selbsttest: „Nur“ Kopfschmerzen – oder Migräne?

Blauer Mann als Röntgenumriss faßt sich an den Kopf

Test: © Boehringer, Foto: © psdesign1 – Fotolia.com

Spannungskopfschmerz oder Migräne? Diese Frage stellen sich viele. Der folgende Test kann dabei helfen, Ihre Kopfschmerzen richtig einzuordnen. Er kann aber die Diagnose durch den Arzt nicht ersetzen.

Wo treten Ihre Kopfschmerzen auf?

A: Überwiegend auf einer Kopfseite.

B: Auf beiden Kopfseiten.

Welche Beschreibung trifft eher auf Ihren Kopfschmerz zu?

A: Er ist pulsierend und pochend, wie Hammerschläge.

B: Er ist dumpf und drückend, als befände sich der Kopf im Schraubstock.

Wie stark sind Ihre Kopfschmerzen?

A: Mittel- bis sehr stark.

B: Sehr schwach bis mittelstark.

Kommt es vor dem Auftreten Ihrer Kopfschmerzen häufig zu Sehstörungen wie Lichtblitzen, Flimmern o. ä.?

A: Ja.

B: Nein.

Verändern sich Ihre Kopfschmerzen bei körperlicher Anstrengung, z. B. beim Bücken oder Treppensteigen?

A: Der Schmerz verstärkt sich.

B: Der Schmerz wird schwächer oder bleibt gleich.

Treten während der Kopfschmerzattacke weitere Beschwerden wie Licht- oder Lärmempfindlichkeit oder Übelkeit auf?

A: Ja.

B: Nein.

Werden Ihre Alltagsaktivitäten durch die Kopfschmerzen stark eingeschränkt, und ziehen Sie sich bei einer akuten Attacke am liebsten in einen ruhigen, abgedunkelten Raum zurück?

A: Ja.

B: Nein.

Auswertung

Überwiegend A

Ihr Testergebnis deutet auf einen Migränekopfschmerz hin. Dieser tritt typischerweise auf einer Kopfseite auf und wird oft durch weitere Beschwerden, wie Licht- und Lärmempfindlichkeit oder Übelkeit, begleitet. Körperliche Aktivität verstärkt die Schmerzen. Wahrscheinlich suchen Sie bei einer akuten Kopfschmerzattacke von sich aus Ruhe und Dunkelheit. So lässt sich die Migräne besser aushalten. Um bei der Diagnose wirklich sicherzugehen und mögliche Auslöser zu identifizieren, kann ein Kopfschmerztagebuch hilfreich sein. Auch dem Arzt kann es einige wichtige Anhaltspunkte zur Diagnosestellung und zur Behandlung bieten.

Überwiegend B

Ihr Testergebnis deutet eher auf Kopfschmerzen vom Spannungstyp hin. Sie treten meist beidseitig auf und sind gewöhnlich dumpf-drückend. Körperliche Aktivität vor oder auch während der Kopfschmerzattacke, zum Beispiel Joggen oder Schwimmen, kann Schmerzen vorbeugen bzw. lindern. Leiden Sie häufiger unter Kopfschmerzen, kann ein Kopfschmerztagebuch hilfreich sein. Es liefert Ihnen nicht nur Anhaltspunkte für mögliche Auslöser, sondern kann auch eine große Hilfestellung beim Vermeiden dieser Faktoren sein.

 

Eingestellt am: 17. April 2015