Mehr Kopfschmerzen bei eisiger Kälte

Minusgrade und große Termperaturschwankungen innerhalb kurzer Zeit kann Kopfschmerzen hervorrufen

Foto: © CC0 Stiftung Kopfschmerz

Kopfschmerzen nehmen im Winter zu. Grund für Kopfschmerzen bei Kälte können nicht nur Minusgrade sein, sondern auch ein eisiger Wind.

Wenn es mal wieder richtig Winter wird, ist das nicht für alle Menschen ein Grund zur Freude. Denn frostige Temperaturen können im wahrsten Sinne des Wortes Kopfschmerzen bereiten. Die Ursache für Kopfschmerzen bei Kälte sind in der Regel akute Verspannungen: Kühlt der Kopf aus, führt das oft zu einer Verkrampfung seiner Muskulatur. Sie liegt fast ungeschützt unter der dünnen Kopfhaut. Eine Möglichkeit zur ersten Hilfe: Mit einer sanften Massage lassen sich die verkrampften Muskeln wieder lockern.

Falls der Frost einen Migräneanfall auslöst, helfen Schmerzmittel oder - in schwereren Fällen - spezielle Migräne-Präparate. Kälte zählt mit zu den bekannten Auslösefaktoren für Migräneattacken. Typische Symptome sind ein quälender, pochender, halbseitiger Kopfschmerz, der über mehrere Stunden oder sogar bis zu drei Tage anhalten kann. Charakteristisch sind außerdem Begleiterscheinungen wie Lichtscheu, Übelkeit sowie eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen und Gerüchen. Wer wiederholt unter typischen Migräne-Symptomen leidet, sollte unbedingt einen Arzt konsultieren. Denn eine genaue Diagnose ist ganz wichtig: Nur wenn sie feststeht, kann eine zielgerichtete Therapie erfolgen.

Eine Mütze auf dem Kopf beugt vor

Eine warme und winddichte Mütze kann schlimme Kopfschmerzen bei Kälte verhindern, rät die Stiftung Kopfschmerz in Marburg. Menschen, die erfahrungsgemäß auf Temperaturschwankungen empfindlich reagieren, sollten besonders vorsichtig sein. Unterschiede von fünf Grad oder mehr innerhalb kurzer Zeit führen ebenfalls oft zu Kopfschmerzen.

Möglicher Grund kann eine mangelhafte Regulation der Blutgefäße am Kopf sein. Kältebedingte Spannungskopfschmerzen sind zwar meist nur von kurzer Dauer. Wer bei Frost die warme Wohnung verlässt, sollte dennoch unbedingt eine Mütze tragen, die auch die Ohren bedeckt. Bei wiederholten oder länger anhaltenden Kopfschmerzen empfiehlt es sich, den Arzt aufzusuchen. Denn es kann natürlich noch andere Gründe außer niedrigen Temperaturen dafür geben, dass der Schädel brummt.

Eingestellt am: 10. Oktober 2020