Bei Migräne richtig handeln

Starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Lichtscheu: Migräne beeinträchtigt die Lebensqualität enorm. Doch es gibt einige Möglichkeiten, um die Häufigkeit und Schwere der Migräne-Anfälle zu reduzieren.

Mann mit Kopfschmerz in schwarz/weiß

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Pulsierend, pochend oder hämmernd – so beschreiben betroffene Menschen ihre Kopfschmerzen bei Migräne. Meistens ist die Pein so schlimm, dass nichts mehr geht: Jede Bewegung verstärkt die Schmerzen noch, helleres Licht und selbst leise Geräusche sind kaum noch zu ertragen, hinzu kommt oft starke Übelkeit. In der Regel hilft dann nur der Rückzug ins abgedunkelte Schlafzimmer und absolute Ruhe.

Bei etwa jedem sechsten Migräne-Patienten kündigen sich die Anfälle durch eine so genannte Aura an. 30 bis 60 Minuten vor dem Einsetzen der Kopfschmerzen kommt es zu Sehstörungen, Kribbeln, Taubheitsgefühlen, Muskelschwäche, Ohrgeräuschen oder Schwindel. Auch diese Begleiterscheinungen sind äußerst unangenehm und belastend.

Richtig behandeln, gezielt vorbeugen

Wer erstmals unter migräneartigen Kopfschmerzen leidet, sollte baldmöglichst den Hausarzt konsultieren. Denn es ist wichtig, die genaue Diagnose zu bekommen. Stellt der Arzt tatsächlich eine Migräne fest, kann der Betroffene akute Anfälle mit geeigneten rezeptfreien Schmerzmitteln selbst behandeln. Wichtig ist dabei, das passende Mittel rechtzeitig und in richtiger Dosierung einzunehmen – der Apotheker weiß Rat.

Neben der gezielten Behandlung im Akutfall können Menschen mit Migräne aber noch mehr tun. Denn es gibt einige Möglichkeiten, den Kopfschmerzattacken vorzubeugen und die Häufigkeit und Schwere der Anfälle zu reduzieren. Oft hilft es schon, die persönlichen Migräneauslöser zu kennen: Diese so genannten Triggerfaktoren lassen sich zum Beispiel mittels eines Kopfschmerztagebuchs herausfinden.

Weniger Stress, mehr Bewegung

Zu den typischen Auslösern der Migräne zählen unter anderem Stress, Veränderungen im Tagesablauf oder Schlafrhythmus, unregelmäßige Mahlzeiten, Geschmacksverstärker und bestimmte Gewürze, Überanstrengung der Augen, Saunagänge sowie der Konsum von Alkohol oder Zigaretten.

Auch mit gezielter Entspannung sowie regelmäßigem und moderatem Ausdauersport können Migräniker erreichen, dass es weniger oft zu Kopfschmerzattacken kommt. Als ideale Sportarten gelten zum Beispiel Walking, Wandern und Rad fahren. Bewährt hat sich außerdem ein tägliches, mindestens 15-minütiges Entspannungstraining – geeignete Methoden sind unter anderem Yoga, autogenes Training oder die progressive Muskelrelaxation.

Eingestellt am: 5. Januar 2016