Kindersichere Spiele fürs Smartphone finden

Schau hin! ist eine gemeinsame Initiative des BMFSFJ DAS ERSTE, ZDF und TV Spielfilm

Foto: © „SCHAU HIN!“

Eltern wünschen sich kindersichere Spiele fürs Smartphone: Sie sollen altersgerecht sein und keine ungeeigneten oder kostenpflichtigen Inhalte haben. Der Medienratgeber SCHAU HIN! hilft Eltern, gute Apps zu erkennen.

Das Smartphone wird als Spiele-Plattform immer beliebter. Auch auf der Spielemesse „gamescom“ in Köln (20. bis 24. August 2019) bilden mobile Games einen Schwerpunkt. Kostenlose Apps und eine leichte Bedienung machen das Spielen auf dem Handy für Kinder attraktiv. Wichtig für Eltern sind kindersichere Spiele fürs Smartphone mit altersgerechten Inhalten.

So sind zum Beispiel Anwendungen mit In-App-Käufen oder Werbung für junge Nutzer nicht geeignet. Der Medienratgeber „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“ hilft Eltern dabei, gute Apps zu erkennen.

Spiele auf dem Handy liegen im Trend

Auf dem Weg zur Schule „Pokémon“ sammeln, „Fortnite“-Kämpfe in der großen Pause: Spiele-Apps liegen bei jungen Nutzern im Trend. 40 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen spielen laut der aktuellen Studie KIM (Kindheit, Internet, Medien) regelmäßig auf dem Smartphone, bei den Zwölf- bis 19-Jährigen sind es nach der entsprechenden Studie JIM (Jugend, Internet, Medien) ebenfalls zwei von fünf.

Die Industrie reagiert natürlich auf das wachsende Interesse: Auf der „gamescom“ präsentieren sich zunehmend auch Hersteller mobiler Games. „In App-Stores gibt es Spiele ganz verschiedener Genres – vom Puzzle bis zum Shooter-Game. Der Download funktioniert meist kinderleicht mit wenigen Klicks“, sagt SCHAU HIN!-Mediencoach Iren Schulz. „Wichtig für Eltern: Mit Sicherheitseinstellungen am Smartphone können sie verhindern, dass Kinder ungeeignete Apps installieren oder kostenpflichtige Angebote wahrnehmen.“

Kindersichere Spiele fürs Smartphone auswählen und App-Store sichern

Bei den Jüngsten ist die Installation von Apps Sache der Eltern. Sie können für den App-Store Altersbeschränkungen einrichten und Downloads oder auch Käufe mit einem Passwort sichern. So können die Eltern vor der Installation prüfen, ob das Spiel für ihr Kind geeignet ist. Die Altersangaben in den App-Stores sind nur eine erste Orientierung, keine inhaltliche Empfehlung. Pädagogische Spielebewertungen haben zum Beispiel der Spieleratgeber NRW oder die Spielbar zusammengestellt.

Kindgerechte Apps finden Eltern unter anderem bei klick-tipps.net und in der Datenbank „Apps für Kinder“ des Deutschen Jugendinstituts (dji). Wichtig ist neben inhaltlichen Kriterien auch der Datenschutz der Apps. Für Kinder eignen sich nur Anwendungen, die persönliche Daten sehr sparsam erheben und nicht weiterverwenden. Angaben dazu finden Eltern in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Weitere Informationen zu altersgerechten Apps gibt es auch bei SCHAU HIN!

Werbung und In-App-Käufe vermeiden

Apps für jüngere Kinder sollten am besten komplett werbefrei sein und keine Kaufoptionen enthalten. Ältere Spieler können von ihren Eltern über die Absichten von Werbung und über In-App-Käufe aufgeklärt werden. Kinder müssen erst lernen, die kommerziellen Interessen der Hersteller zu durchschauen.

Für kostenpflichtige Zusatzinhalte sollten Familien unbedingt ein Budget festlegen, damit die Ausgaben überschaubar bleiben.

Feste Nutzungszeiten sind zu empfehlen

Die Nutzung von Spiele-Apps sollte zeitlich begrenzt sein und nicht zu früh beginnen. Besonders am Anfang sind Eltern beim Spielen dabei und begleiten ihr Kind, falls es Schwierigkeiten oder Fragen hat. Je älter Kinder werden, desto selbstständiger nutzen sie Spiele-Apps. Um die Nutzungszeit der mobilen Anwendungen im Blick zu behalten, bieten sich feste Bildschirmzeiten an, die in der Familie vereinbart werden: Eine halbe Stunde bis zum Alter von fünf Jahren, zwischen sechs und neun Jahren eine Stunde am Tag. Faustregel für Kinder ab zehn: in der Woche eine Stunde pro Lebensjahr.

Besonders jüngeren Kindern können technische Begrenzungen helfen, ein Gefühl für die vergangene Spielzeit zu bekommen. Wie Eltern Smartphones und Tablets entsprechend einrichten können, erfahren sie unter schau-hin.info/smartphone-tablet.

Eingestellt am: 18. August 2019