Jodsalz für eine gesunde Entwicklung

Familien legen Wert auf eine gesunde Ernährung für ihren Nachwuchs. Dazu gehört auch, jodiertes Speisesalz zu verwenden: Denn Jod unterstützt die körperliche und geistige Reifung des Kindes.

Eine Holzschüppe steckt in einem Salztopf aus Glas.

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Nach einer aktuellen Umfrage des Arbeitskreises Jodmangel e.V. mit dem Online-Portal „mamilounge.de“ bevorzugen bereits über 80 Prozent der Eltern Jodsalz, wenn sie zu Hause Mahzeiten zubereiten. „Jodiertes Speisesalz ist in Deutschland eine bedeutende Jodquelle. Deshalb sollten Verbraucher dies konsequent im Haushalt einsetzen und außerdem bevorzugt solche Fertiglebensmittel einkaufen, die mit Jodsalz hergestellt wurden“, betont Professor Dr. Roland Gärtner, Internist und Endokrinologe sowie Vorsitzender des Arbeitskreises Jodmangel e.V. (AKJ). Denn mehr als 80 Prozent des täglich konsumierten Salzes stammt aus Produkten wie Brot, Fertiggerichten, Wurst und Käse.

Auf ausreichende Jodversorgung achten

Während der aktuellen Umfrage zufolge bereits acht von zehn Befragten das Salz mit dem gesundheitlichen Zusatznutzen präferieren, berücksichtigt nur knapp ein Viertel der Verbraucher, dass auch fertige Lebensmittel jodiertes Speisesalz enthalten sollten. Immerhin 34 Prozent achten noch gelegentlich darauf, während der Rest dies gar nicht tut. Ob das, was im Einkaufswagen landet, das Plus für die Gesundheit liefert, verrät die Angabe „Jodsalz“ oder „jodiertes Speisesalz“ auf der Zutatenliste

100 bis 200 Mikrogramm Jod täglich

Nach Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) benötigen Kinder je nach Alter täglich etwa 100 bis 180 Mikrogramm Jod, Jugendliche und Erwachsene 180 bis 200 Mikrogramm. Die meisten pflanzlichen Lebensmittel enthalten jedoch kaum Jod.  Denn das Spurenelement kommt in heimischen Böden aufgrund von Auswaschungen während der letzten Eiszeit nur in sehr geringen Mengen vor. Lediglich Seefisch und andere Meeresprodukte wie Muscheln und Algen sind aufgrund des Jodgehalts der Meere von Natur aus jodreich. Neben jodiertem Speisesalz können auch Milch und Milchprodukte, Eier sowie gelegentlich Fleisch- und Wurstwaren, sofern mit jodiertem Jodsalz hergestellt, die Jodbilanz verbessern.

Jod für die Gesundheit

Eine ausreichende Jodversorgung ist für alle Altersgruppen gleichsam wichtig, sorgt das Spurenelement doch dafür, dass die Schilddrüse richtig funktioniert. Ein guter Jodstatus unterstützt schon im Mutterleib die normale Entwicklung des ungeborenen Kindes. Er fördert das altersgerechte körperliche Wachstum sowie die Reifung des Gehirns und damit auch die geistige Leistungsfähigkeit. Wird die Schilddrüse – in welchem Alter auch immer – nicht regelmäßig mit Jod versorgt, kann es zu Störungen des Stoffwechsels, zu Organveränderungen und Erkrankungen kommen.

Eingestellt am: 9. Oktober 2015