H wie Hausmittel

Bei vielen Alltags-Wehwehchen muss man keine schweren Geschütze aus dem Medizinschrank auffahren. Hausmittel helfen oft genauso gut. Wer Heilkräuter, Honig & Co. daheim hat, kann manche Beschwerden einfach und natürlich lindern.

Honig läuft vom Löffel.

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Heilkräuter werden seit Jahrhunderten angewandt; sogar viele Arzneimittel nutzen die Kraft der Kräuter. Unbelastete und wirksame Heilkräuter bekommt man in der Apotheke.

  • Bei Entzündungen von Haut oder Schleimhäuten sowie bei Krämpfen und Irritationen im Magen-Darm-Trakt beruhigt die gute alte Kamille. Ideal als Tee oder Tinktur zum Trinken, zum Inhalieren oder zur äußerlichen Anwendung.
  • Bei Halsschmerzen hat sich Salbei wegen seiner antibakteriellen und schmerzlindernden Eigenschaften als Tee oder Lutschbonbon bewährt. Als guter Hustenlöser gilt Thymian-Tee: Seine ätherischen Öle wirken schleimlösend.
  • Wer sich unterwegs die Füße wund gelaufen oder kleine Schürfwunden zugezogen hat, kann zur Not nach Spitzwegerich am Wegesrand Ausschau halten. Auf die Wunde gelegt, schützt er die Haut und fördert die Wundheilung.

Honig, eines der ältesten Lebensmittel, ist zugleich als Heilmittel bekannt. Denn Zucker und so genannte Inhibine im Honig hemmen das Wachstum von Bakterien, Enzyme fördern die Wundheilung. Für Wundauflagen empfiehlt sich spezieller Medizin-Honig.

  • Schon früher wurden Wunden mit Honig behandelt. Heute ist die desinfizierende und entzündungshemmende Wirkung von Honig bei Wundverbänden wissenschaftlich belegt.
  • Die antibakterielle Wirkung des Honigs kann auch bei Husten und Halsschmerzen helfen. Optimal in Kombination mit den oben genannten Kräutertees.
  • Heiße Milch mit Honig wirkt ungemein beruhigend und hat schon viele Generationen in einen wohligen Schlummer gleiten lassen. Allerdings sollte man vor dem Einschlafen noch kurz die Zähne putzen.

Heilwässer sind natürliche Wässer, deren Heilwirkung wissenschaftlich nachgewiesen ist.

  • Bei Sodbrennen können Heilwässer mit viel Hydrogencarbonat (ab 1.300 mg/l) helfen. Denn Hydrogencarbonat neutralisiert die Säuren.
  • Um den Darm in Schwung zu bringen, eignen sich Heilwässer mit viel Sulfat (ab 1.200 mg/l).
  • Viel trinken und Bakterien das Leben schwer machen – so heißt die Devise bei Blasenentzündung. Ein sulfatreiches Heilwasser kann hierzu einen Beitrag leisten.

Hausmittel können als Hilfe bei alltäglichen, kleinen Wehwehchen dienen. Bei stärkeren Beschwerden oder falls die Symptome länger anhalten, sollten Sie Ihren Apotheker zu Rate ziehen oder den Arzt konsultieren.

Eingestellt am: 18. Juli 2016