Grau? Na und!

Grauhariger Mann mit blauer Weste in der Abendsonne

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Für die meisten Männer sind graue Haare kein Problem. Viele Frauen hadern allerdings mit den weißen Strähnen – doch dagegen können sie natürlich etwas tun.

Bei schwarzhaarigen Menschen sind sie meistens früher sichtbar als bei blonden: Die ersten grauen Strähnen auf dem Kopf, die recht deutlich darauf hinweisen, dass wir älter werden. Wann das Haar ergraut, ist genetisch festgelegt und variiert von Mensch zu Mensch – während manch einer bereits mit Ende 30 schneeweiß auf dem Kopf ist, haben andere Jahre später immer noch die natürliche Haarfarbe.

Die Pigmente schwinden

Graue oder weiße Haare entstehen mit zunehmenden Lebensjahren durch einen natürlichen Alterungsprozess, bei dem weniger Farbpigmente gebildet werden. Spezielle Zellen, die so genannten Melanozyten, wandeln körpereigene Aminosäuren mit Hilfe von Enzymen in farbige Pigmente um. Mit zunehmendem Alter lässt die Enzymaktivität und damit die Bildung des Farbstoffs Melanin nach – das Haar verliert seine Farbe.

Und das hat sichtbare Folgen: Statt rot, schwarz oder braun sprießt es weiß aus den Wurzeln. Da sich auf dem Kopf die pigmentlosen mit den noch farbigen Haaren mischen, wirkt der gesamte Schopf grau.

Grau ist „in“

Zum Glück ist graues Haar heute längst kein Schönheitsmakel mehr. Im Gegenteil: Nicht nur Männer, auch viele Frauen jenseits des 50. Geburtstags tragen ihre weiße Mähne selbstbewusst – und sehen damit fantastisch aus.

Ganz klar: Wer sich mit dem grauen Kopfschmuck wohlfühlt, braucht an den bisherigen Haarpflege-Gewohnheiten kaum etwas zu ändern. Alle anderen müssen sich natürlich mit dem ungeliebten Farbton nicht abfinden, sie können gezielt Pflegespezialisten aufsuchen oder in den Farbtopf greifen.

Unsere Tipps für Sie

– Einen unerwünschten Gelbstich auf dem grauen Kopf können so genannte Silberspülungen neutralisieren. Sie werden in regelmäßigen Abständen verwendet und bringen Glanz ins weiße Haar. Auch Shampoos und Haarwässer mit Salbeiauszügen oder Extrakten aus Brennnessel, Spitzwegerich und Eichenrinde wirken dem Gilb entgegen.

– Wer seine Haarfarbe länger erhalten möchte, kann das Haar modisch tönen oder färben. Ganz natürlich wirken beispielsweise farbige Strähnen im vom ersten Grau durchzogenen Haar. Dabei gilt: Dunkelhaarige sollten die grauen Haare vorzugsweise mit Strähnchen im Naturtonbereich überdecken. In blondem Haar sind feine Websträhnchen gut geeignet, um das Grau zu kaschieren. Sehr natürlich wirken beispielsweise Sandtöne.

– Neben klassischen Haartönungen und -farben gibt es auch Spezialmittel, die dem Haar seinen Naturton zurückbringen können, es also wieder dunkler machen. Sie sind jedoch nicht für alle Haarfarben geeignet. Am besten lassen Sie sich in der Apotheke über Anwendung und Wirkungsweise dieser Präparate beraten.

– Für die Frisur gilt: Wer das Grau kaschieren möchte, sollte die Haare nicht allzu streng aus dem Gesicht kämmen, denn gerade an den Schläfen treten weiße Strähnen oft zuerst auf.

Glanz und Geschmeidigkeit

Mit zunehmendem Alter werden die Haare oft trocken oder strohig und lassen sich nur schlecht frisieren. Das liegt nicht nur daran, dass die Farbpigmente fehlen, die das Haar auch vor äußeren Belastungen wie UV-Licht oder heißer Föhn-Luft geschützt haben. Hinzu kommt, dass die Talgdrüsen im Alter weniger Fett produzieren, wodurch den Haaren der natürliche Fettfilm für die Geschmeidigkeit fehlt. Um Glanz und Spannkraft zu erhalten, gibt es in der Apotheke hochwertige, mild wirkende Shampoos und Pflegeprodukte, die speziell für „reifes“ Haar geeignet sind.

Eingestellt am: 29. Juni 2016