Gepflegte Haare bei Eis und Schnee

Draußen weht ein eisiger Wind, drinnen läuft die Heizung auf Hochtouren: Das Winterklima stellt unsere Haare auf eine harte Probe.

Junge Frau mit schönen Haaren und Mütze im Winter.

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Damit sie auch im Winter gut aussehen und glänzen, brauchen unsere Haare eine angepasste Pflege. Das liegt einerseits daran, dass die Talgdrüsen der Kopfhaut bei Kälte weniger Fett produzieren. Als Folge bilden sich vermehrt trockene Kopfschuppen, und das Haar trocknet leichter aus. Die niedrigen Temperaturen im Freien und die Heizungsluft drinnen entziehen dem Haar zusätzlich Feuchtigkeit. Es wird spröde, glanzlos, anfällig für Spliss und Bruch.

Auch die ziemlich lästige Eigenart der Haare, sich elektrostatisch aufzuladen und dann wild zu Berge zu stehen, ist ein typisches Winterproblem. Schals, hochgeklappte Kragen, Rollkragenpullis und Mützen verstärken diesen Effekt.

Im Winter weniger waschen

Die Haare müssen jetzt besonders sanft und liebevoll gepflegt werden. „Im Winter sollten die Haare nicht so oft gewaschen werden wie im Sommer“, rät die Deutsche Haut- und Allergiehilfe. „Verwenden Sie ein mildes Shampoo, das zwar reinigt, aber die Kopfhaut nicht weiter austrocknet oder reizt.“ Eine gute Wahl sind Shampoos mit rückfettenden Pflegeölen.

Wer im Winter verstärkt zu trockener Kopfhaut und Schuppen neigt, sollte bei der Pflege besonders behutsam vorgehen. Ein mildes, speziell für trockene und empfindliche Kopfhaut gedachtes Shampoo ist jetzt ideal. Wichtig: Bei vermehrter Schuppenbildung und Juckreiz auf dem Kopf handelt es sich nicht immer um ein harmloses Winterproblem. Manchmal weisen diese Symptome auch auf eine Hautkrankheit hin. Deshalb gilt: nicht zu lange selbst daran herumdoktern, sondern bei anhaltender Schuppenplage besser den Hautarzt aufsuchen.

Besser nicht föhnen

Zur sanften, schonenden Winter-Haarpflege gehört es auch, dem Haar regelmäßig eine Kur zu gönnen und es nach jeder Wäsche behutsam zu trocknen. Das heißt: Haare in eine weiches Handtuch einschlagen, vorsichtig abtupfen und – wenn möglich – offen an der Luft trocknen lassen. Beim Föhnen unbedingt eine moderate Temperatur wählen, denn zu heiße Luft kann Haarprobleme begünstigen.

Haarstyling verleiht der Frisur Halt und modischen Chic. Wählen Sie hochwertige Styling-Produkte, die Kopfhaut und Haare nicht austrocknen. „Alkoholhaltige Stylingprodukte wie zum Beispiel Haargele sind im Winter wenig geeignet, weil Alkohol die Haare entfettet“, so die Deutsche Haut- und Allergiehilfe.

Bei Problemen mit „fliegender Haarpracht“ kann es hilfreich sein, das Haar mit Antistatik-Spray zu bändigen. Experten raten zudem, Bürsten mit Naturborsten zu bevorzugen. Und noch ein Tipp: Wer von draußen in einen gut beheizten Raum kommt, sollte nicht sofort zu Bürste oder Kamm greifen. Denn jetzt ist die Fluggefahr besonders hoch. Besser: Ein paar Minuten warten, bis sich das Haar an das warme Klima gewöhnt hat, und es dann in Form bringen.

Eingestellt am: 9. Januar 2017