Der Pollenflug hat noch Hochsaison

Heuschnupfen durch Pollenflug droht nicht nur im Frühjahr. Auch im Sommer fliegen viele Pollen durch die Luft, die eine Allergie auslösen können.

Pollenwarnschild auf Blümchenwiese.

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Im Juli hat der Pollenflug immer noch Hochsaison. Die Blütezeiten der einzelnen Pollenarten sind jedoch von Jahr zu Jahr verschieden und unterscheiden sich auch je nach Region. Einen Einfluss haben die Wetterlage und die Höhenlage: In Bergregionen beginnt die Blütezeit grundsätzlich später als in tiefen Lagen.

Viele Pollenarten sind im Juli weit verbreitet und können zu einer Allergie führen. In der Hauptblütezeit befinden sich jetzt:

  • Gräser,
  • Spitzwegerich,
  • Sauerampfer,
  • Linde (oder in der Nachblüte),
  • Brennnessel,
  • Mais,
  • Glaskraut,
  • Beifuß.

Daneben kommen derzeit als Allergieauslöser auch der Roggen (noch in der Nachblüte) und das Traubenkraut (bereits in der Vorblüte oder schon in der Hauptblüte) infrage.

Neuer Allergie-Informationsdienst ist online

Im April startete das Helmholtz Zentrum München sein neues Online-Portal zu Allergien. Es wurde mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit entwickelt und ist Teil eines Forschungsprojekts zur Erstellung und Evaluierung eines qualitätsgesicherten und allgemeinverständlichen Informationsangebots zum Thema Pollenflug und Allergien.

Professor Günther Wess, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz Zentrums München, mahnte zum Start des Internet-Portals weitere Forschungsbemühungen in punkto Allergien an. „Trotz des drastischen Anstiegs allergischer Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten ist deren Erforschung bislang nur unzureichend vorangekommen“, sagte Wess.

Sein Zentrum habe zusammen mit Partnern ein Allergieforschungsprogramm entwickelt und werde dessen Umsetzung in den kommenden Jahren voranbringen. „In diesem Zuge ist es uns ein großes Anliegen, mit dem Allergieinformationsdienst das Wissen aktuell, unabhängig und direkt aus der Wissenschaft weiterzugeben an die Betroffenen, für die wir letztendlich forschen“, erläuterte Professor Wess.

Eingestellt am: 2. Juli 2017