Allergiker: Vorsicht bei Weihnachtsgebäck!

Spitztüte mit Weihnachtsgebäck

Foto: © victoria-p – Fotolia.com

Alle Jahre wieder: Lebkuchen, Marzipan und Printen laden zum vorweihnachtlichen Genuss ein. Für Allergiker ist jedoch Vorsicht geboten.

In vielen Inhaltsstoffen dieser Leckereien steckt Allergiepotential. Wenn Sie wissen, auf welches Nahrungsmittel Sie reagieren, können Sie sich durch Verzicht vor einer allergischen Reaktion schützen. Wenn Sie nicht wissen, auf welches Nahrungsmittel Sie allergisch reagieren, wird es problematisch. Dann kann der Griff zum bunten Teller Reaktionen der Haut, Durchfall, Atemnot oder sogar einen Zusammenbruch des Kreislaufs zur Folge haben.

Folgeerkrankungen verhindern

Haben Sie Probleme mit Heuschnupfen? Erwägen Sie bei solchen Anzeichen immer auch  eine Allergie auf bestimmte Nahrungsmittel. Eine Allergie kommt selten allein: Jeder dritte Pollenallergiker entwickelt im Laufe seines Lebens zusätzlich eine Allergie gegen Nahrungsmittel.

Es ist wichtig, Allergien frühzeitig zu behandeln. Verschlimmerungen und Folgeerkrankungen lassen sich verhindern. Die Deutsche Haut- und Allergiehilfe rät  für die komplexe Diagnostik zu einem stationären Aufenthalt in einer Fachklinik.

Spezialisten zur Allergiebekämpfung

Ein Mensch nimmt bei einer herkömmlichen Ernährung täglich etwa 120 verschiedene Substanzen zu sich. Das erklärt die Schwierigkeit, den Auslöser einer Nahrungsmittelallergie zu finden. Für eine ausführliche Diagnostik sind verschiedene Spezialisten erforderlich. Der Allgemeinarzt kann in der Praxis nicht alle Faktoren einer Allergie ausfindig machen.

In einem Fachklinikum stehen  Allergologen, Haut-, HNO- und Lungenärzte sowie Ernährungswissenschaftler und Psychologen gleichzeitig zur Verfügung. Sie stellen gemeinsam eine Diagnose und erarbeiten einen individuellen Plan für die weitere Behandlung.

Im Rahmen einer stationären Rehamaßnahme wird der Patient zum „Co-Therapeuten“ ausgebildet und selbst zum Fachmann für seine Allergie. Lernen Sie allergiefördernde Lebensmittel zu meiden und wie Sie sich trotz Ihrer Allergie ausgewogen ernähren.

Kreuzallergien drohen

Pollen von bestimmten Bäumen oder Gräsern besitzen allergieauslösende Eiweißstoffe, die denen bestimmter Nahrungsmitteln oft sehr ähneln.

Die allergieauslösenden Stoffe im Eiweiß von Baum- oder Gräserpollen sind den Allergenen bestimmter Nahrungsmittel ähnlich. Pollenallergiker entwickeln auf diese Weise unter Umständen Allergien auf bestimmte Nahrungsmittel.

Die häufigste Form einer solchen Überkreuzung von Allergien ist das „Birkenpollen-Nuss-Kernobst-Syndrom“: Zwei Millionen Deutsche reagieren allergisch sowohl auf Birken-, Hasel- und Erlenpollen als auch auf Nüsse, Mandeln und Äpfel. Bei einer Allergie auf Gräser- bzw. Getreidepollen kann eine Kreuzreaktion mit Weizenmehl oder Erdnüssen auftreten.

Marzipan besteht aus Mandeln und Schokolade kann Spuren von Nüssen enthalten. Weihnachtliche Gewürze wie Zimt und Anis in Lebkuchen oder Printen können vor allem für die Allergiker problematisch werden, die auf Beifuß reagieren.

Eingestellt am: 4. November 2013