Bewegung im Biorhythmus

Die Beine einer sportlichen Frau, die am Strand joggt.

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Wer effektiv und gesund Sport treiben möchte, sollte im Einklang mit dem Biorhythmus trainieren.

Aerobic im Morgengrauen, Gewichte stemmen um Mitternacht: Möglich ist zwar alles – doch auch für den Sport gilt: Zu bestimmten Zeiten des Tages ist der Körper besonders fit und leistungsfähig, zu anderen sehnt er sich nach Ruhe. Verantwortlich für das alltägliche Auf und Ab der Fitnesskurve ist unser Biorhythmus. Wann die innere Uhr bestens auf sportliche Aktivitäten eingestellt ist und wann Sie lieber aufs Training verzichten sollten, verrät unser kleiner Fitness-Fahrplan.

Vor dem Frühstück …

… sind die Kohlenhydratspeicher ziemlich leer. Deshalb muss der Körper die Fettspeicher anzapfen, um genug Kraft fürs Training aufzubringen. Zum Abnehmen eine gute Sache, aber: Mit knurrendem Magen sind auch Denk- und Konzentrationsfähigkeit eingeschränkt. Gegen einen kurzen Waldlauf ist sicher nichts einzuwenden – von Sportarten, die viel Konzentration und Präzision erfordern und von extrem schweißtreibendem Training sollten Sie am frühen Morgen jedoch absehen.

Am Vormittag …

… darf gepowert werden. Nach dem Frühstück sind die Energiespeicher gut gefüllt, der Organismus ist noch ausgeruht von der Nacht. Beste Voraussetzungen, um mit dem Aktivprogramm zu starten: Ob Aerobic-Kurs, Schwimmbadbesuch oder ausgedehnte Wanderung – ein bis zwei Stunden nach dem Frühstück können Sie loslegen!

Nach dem Mittagessen …

… sinkt die Leistungskurve stark ab. Keine gute Idee, jetzt Sport zu treiben. Lieber ein kurzes Nickerchen machen – oder einen gemütlichen Spaziergang an der frischen Luft.

Am Nachmittag …

… können Hobbysportler so richtig durchstarten. Etwa zwischen 16 und 19 Uhr ist der Körper nämlich in Höchstform – Blutdruck, Atemfrequenz, Muskelkraft und Geschicklichkeit erreichen Spitzenwerte. Der ideale Zeitpunkt auch für anstrengende und anspruchsvolle Sportarten: etwa fürs Fußballtraining, die Squashpartie oder den Tanzkurs. Vom Krafttraining im Fitnessstudio kann der Körper jetzt in besonderem Maße profitieren.

In den späteren Abendstunden …

… sagt uns die innere Uhr, dass es bald Zeit zum Schlafengehen ist. Der Körper stellt sich auf Entspannung und Ruhe ein. Wer den Kreislauf nach 21 Uhr noch einmal kräftig in Schwung bringt, riskiert Einschlafprobleme. Deshalb jetzt besser nicht mehr auspowern. Tipp: Wenn Sie am Tag gar keine Zeit finden, sich sportlich zu betätigen, sollten Sie sich am Abend lieber für ein sanftes Trainingsprogramm entscheiden. Geeignet wären zum Beispiel Yoga, Pilates oder Tai Chi.

Eingestellt am: 25. Juni 2015