Auch kleine Wunden gut versorgen

Kleine Wunden richtig versorgen

Foto: © Pixabay/Congerdesign

Schnittwunden am Finger, Schürfwunden am Knie und Platzwunden am Kopf zählen zu den häufigsten Verletzungen. Auch kleine Wunden können sich leicht infizieren und sollten stets gut versorgt werden.

Verletzungen bei der Haus- und Gartenarbeit, beim Sport oder beim Herumtoben und Spielen können schnell passieren. Kleine Wunden gehören mit Abstand zu den häufigsten Missgeschicken. Da ist die Kompetenz in der Familie besonders gefragt – sind Eltern und Großeltern, Ehefrauen und Lebensgefährten doch die wichtigsten Kümmerer.

Geht es um die Versorgung kleinerer Wunden, sind aber noch zahlreiche Mythen in den Köpfen der Menschen verankert. Das führt häufig zu einer mangelhaften Versorgung dieser oft schmerzhaften Verletzungen. Aber auch kleine Wunden können sich schnell infizieren – der wichtige Schutz vor Wundinfektionen wird aber oft vernachlässigt. Lesen Sie hier einige Fakten zu den häufigsten Irrtümern.

Mythos Nummer 1: Wunden reinigt man am besten mit Alkohol

Das ist leider ein immer noch weit verbreiteter Irrtum, der vor allem bei Kindern schnell zu Tränen führen kann. Alkohol ist aus mehreren Gründen die falsche Wahl zur Reinigung einer Verletzung: Er brennt bei der Anwendung, was ihn insbesondere zur Behandlung von Kindern und Menschen mit sensibler Haut untauglich macht. Alkohol gilt zudem als ungeeignet für das grundsätzlich empfindliche Wundgewebe. Er kann selbst gesundes Hautgewebe schädigen, daher ist sein Einsatz kontraproduktiv.

Deshalb empfehlen Experten alkoholfreie Produkte wie zum Beispiel ein Wundspray mit antiseptischen Inhaltsstoffen zur schmerzfreien Wundreinigung.

Mythos Nummer 2: Wunden heilen am besten an der Luft

Ganz im Gegenteil: Akute Wunden brauchen Schutz vor Schmutz und Bakterien. Mit einem geeigneten Pflaster schützen Sie die vorher gereinigte Wunde und beugen so Komplikationen wie bakteriellen Infektionen oder äußeren Einflüssen vor. Die Heilung der meisten Verletzungen läuft deutlich besser und ohne Komplikationen ab, wenn sie bis zur vollständigen Ausheilung mit einem Pflaster geschützt sind.

Mythos Nummer 3: Kleine Wunden müssen nicht versorgt werden

Leider irren sich auch hier viele von uns. Für Bakterien kann selbst der kleinste Nadelstich eine riesige Eintrittsöffnung in unseren Körper bieten. Daher gilt: Unbedingt jede Wunde, sei sie auch noch so klein, bestmöglich versorgen, um Wundinfektionen zu vermeiden. Mit dem ganzheitlichen Konzept „Reinigen – Schützen – Heilen“ gehen Sie hier auf Nummer sicher:

Reinigen: Eine saubere und gereinigte Wunde ist der erste Schritt für eine optimale Heilung.

Schützen: Mit einem atmungsaktiven Pflaster können Sie die Wunde vor Schmutz und Bakterien schützen – ein wichtiger Beitrag, um Wundinfektionen vorzubeugen.

Heilen: Ein optimaler Heilungsprozess lässt sich durch den Einsatz einer Wundheilsalbe unterstützen. Ein feuchtes Wundmilieu, wie es durch den Einsatz der Wundheilsalbe geschaffen wird, bietet optimale Bedingungen für ein schnelles Abheilen der Wunde und reduziert das Risiko der Narbenbildung.

Eingestellt am: 30. April 2020