Ach du dickes Ei!

Nahaufnahme von bunt gefärbten Ostereiern.

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Was wäre Ostern ohne Eier: weich oder hart gekocht, gebraten oder gebacken, wir lieben sie. Und das dürfen wir auch, denn Eier sind gesund – trotz Cholesterin.

Ein Leben ohne Eier ist für die meisten Menschen kaum vorstellbar. Mehr als 200 Stück vertilgt der Durchschnittsmensch in Deutschland pro Jahr. Kein Wunder, gehören Eier doch zu den vielseitigsten Lebensmitteln überhaupt. Ob Spiegel- oder Rührei, Pfannkuchen oder Omelett, ob im Kuchen oder in der Suppe – Eier schmecken immer. Jetzt zu Ostern haben sie natürlich Hochsaison.

Lecker und gesund

Immer wieder tauchte in der Vergangenheit die Frage auf: Sind Eier überhaupt gesund? Ja, betonen Ernährungswissenschaftler, sie zählen zu den wertvollsten Lebensmitteln überhaupt. Unter ihrer harten Schale steckt ein gesunder Mix aus lebenswichtigen Nährstoffen: hochwertiges Eiweiß, reichlich Vitalstoffe wie vor allem die Vitamine A, D, Folsäure und Biotin sowie die Mineralstoffe Eisen und Calcium. Und das bei nur etwa 90 Kilokalorien.

Bedenklich schien lange Zeit, dass Eier ziemlich viel Cholesterin enthalten. Aktuelle Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass das Ei-Cholesterin den Cholesterinspiegel im Blut bei den meisten Menschen nicht beeinflusst. Insofern gilt: Gesunde Zeitgenossen können ihre Ostereier bedenkenlos genießen! Lediglich Menschen mit angeborener Fettstoffwechselstörung und Diabetiker sollten mit ihrem Arzt besprechen, wie viele Eier in ihrem Fall empfehlenswert sind.

Eine Frage der Herkunft

Wenn Sie in diesen Tagen Eier kaufen, achten Sie ruhig einmal genauer auf Etikett und Stempel. Denn hier finden Sie wichtige Angaben zu Größe, Haltbarkeit und Herkunft. Ob Sie lieber die niedlichen S-Eier oder die dicken XL-Varianten färben möchten, ist Geschmackssache. Bei der Herkunft sollten Sie aber wählerisch sein!

Wichtig ist vor allem die erste Ziffer auf dem Eierstempel. Sie gibt Auskunft über die Art der Hühnerhaltung: Die Ziffer 0 steht für Öko-, die 1 für Freiland-, die 2 für Boden- und die 3 für Käfighaltung. Freilandhaltung bedeutet, dass den Legehennen ein Auslauf im Freien zur Verfügung steht, bei Ökohaltung bekommen sie zusätzlich Biofutter. Bei der Bodenhaltung haben die Hennen keinen Auslauf, können sich aber zumindest in einem Stall bewegen.

Frisch oder alt?

Rohe Eier sollten Sie immer im Kühlschrank lagern. Denn Eier sind empfindliche Lebensmittel und leider auch ein guter Nährboden für Mikroorganismen wie etwa Salmonellen, die sich bei Zimmertemperatur explosionsartig vermehren können. Vorbeugen kann, wer Eier frisch kauft, kühl lagert und bald verzehrt. Ob ein Ei noch frisch ist, zeigt dieser Test: Das Ei in ein Wasserglas legen und beobachten – geht es komplett unter und bleibt auf dem Boden liegen, ist es frisch. Je höher es dagegen steigt, desto älter ist es. Schwimmt das Ei komplett an der Oberfläche, heißt unser Rat: Besser wegwerfen!

Selber Färben macht Spaß

Damit aus einem gewöhnlichen Hühnerei ein richtiges Osterei wird, braucht es den richtigen „Anstrich“. Auch hier gilt: Ob Sie zu fertigen Eierfarben aus dem Supermarkt greifen oder lieber mit natürlichen Farben ans Werk gehen, ist eine Frage der persönlichen Vorliebe. Gesundheitlich unbedenklich sind beide Methoden. Denn auch industriell gefertigte Eierfarben enthalten nur unbedenkliche Farbstoffe, die für Lebensmittel zugelassen sind.

Wer sich für Naturfarben entscheidet, bekommt wichtige Zutaten und hilfreiche Färbetipps in der Apotheke. Fürs Färben eignen sich unterschiedliche Tees, Kräuter, Gewürze, Wurzeln, Säfte & Co. Zusätze wie Alaun und Pottasche können das Färbeergebnis intensivieren. Einen besonders schönen Glanz bekommen die kleinen Kunstwerke, wenn sie zum Schluss mit einem weichen Tuch und etwas Salatöl poliert werden.

Eingestellt am: 31. März 2015