Welcher Sport ist rückenfreundlich?

Sport kräftigt die Muskulatur, wirkt Schmerzen und Verspannungen entgegen. Doch welche Sportarten sind wirklich rückenfreundlich? Wir haben die Antwort.

Mann mit Inlinern über der Schulter.

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Wer seine Rückenmuskulatur durch Bewegung und Sport stärkt, bietet Rückenbeschwerden Paroli. Die Auswahl der Sportart sollte allerdings wohl bedacht sein, raten die Experten der Aktion Gesunder Rücken (AGR) – denn nicht jeder Sport ist rückenfreundlich. Sportarten wie Tennis, Hockey, Handball, Fußball und Ski Alpin können Wirbelsäule und Gelenke stark belasten.

Abrupte Bremsbewegungen, permanente Richtungswechsel und schnelles Anlaufen bedeuten eine hohe Belastung für den Rücken, können zu Stauchungen der Wirbelsäule oder sogar zu vorzeitigem Verschleiß der Bandscheiben und Wirbelgelenke führen. Bei anderen Sportarten, etwa beim Schwimmen, kommt es auf den Stil an: Während Rückenschwimmen das Kreuz stärkt, kann Brustschwimmen die Halswirbelsäule belasten.

Es gibt aber auch zahlreiche Sportarten, die auf gesunde Weise und rückenfreundlich fit halten, ohne den Bewegungsapparat zu sehr zu strapazieren. Dazu zählen laut AGR zum Beispiel:

Inline-Skating

Die Bewegungen beim Inline-Skaten stärken nicht nur die Rücken- und Beinmuskulatur, sondern verbessern auch die Ausdauer. Zusätzliches Plus: Die ganze Familie hat Spaß dabei und ist auch noch an der frischen Luft. Auch Experten wissen um die gesundheitlichen Vorteile des Inline-Skating und empfehlen es bei Rückenproblemen. Das passende Pendant im Winter ist Schlittschuhlaufen.

Krafttraining

Eine gut ausgeprägte Muskulatur hilft Rückenschmerzen vorzubeugen. Mit gezieltem Muskeltraining an Geräten im Fitnessstudio oder zu Hause kann man die besonders wichtigen Rumpfmuskeln kräftigen. Doch Vorsicht, nicht alle Übungen sind rückenfreundlich. Beim so genannten Reißen, einer Form des Gewichthebens, lastet beispielsweise plötzlich eine große Last auf dem Rücken und staucht die Gelenke zusammen. Besser sind Übungen mit dem eigenen Körpergewicht oder praktischen Hilfsmitteln wie elastischen Schwingstäben oder mit Wasser gefüllten Kunststoffrohren. Diese pfiffigen Fitnessgeräte trainieren nicht nur Kraft und Ausdauer, sondern schulen auch die Koordination.

Tanzen

Beim Tanzen trainieren Sie nicht nur Ihren ganzen Körper, es macht zudem auch Spaß und hebt die Stimmung. Und weil es bei den meisten Tänzen auf eine gute Körperspannung und aufrechte Haltung ankommt, wird dabei besonders die Bauch- und Rückenmuskulatur gestärkt. Dabei ist es ganz egal, ob Sie Tango, Walzer oder Jazzdance bevorzugen. Fazit: Öfter mal das Tanzbein schwingen!

Nordic Walking

Mit Nordic Walking können auch sportlich Ungeübte schonend Kondition aufbauen und die Rückenmuskulatur stärken. Das stramme Gehen ist ein intensiveres Training als normales Spazierengehen, aber gleichzeitig durch die Stöcke besonders belastungsarm und rückenfreundlich. Dabei spielt vor allem der richtige Stockeinsatz eine wichtige Rolle: Der rechte Stock hat dann Bodenberührung, wenn die linke Ferse aufsetzt und umgekehrt. Die Stöcke sollten dicht am Körper gehalten und mit Schwung nach vorne geführt werden.

Yoga und Pilates

Diese Sportarten stehen in erster Linie für Entspannung und Körperwahrnehmung. Das bewusste Atmen, die leichten Dehnungen und kurzweiligen Krafteinsätze sollen Körper und Seele in Einklang bringen, Stress abbauen und die Muskeln und Gelenke fit halten. Was viele nicht wissen: Bestimmte Yoga-Übungen beugen Rückenschmerzen nicht nur vor, sondern können sie auch lindern. Wer Yoga oder Pilates ausprobieren möchte, sollte dies zunächst unter fachkundiger Anleitung tun und dabei auf eine geeignete Unterlage achten: Die Gymnastikmatte sollte über gute Dämpfungseigenschaften verfügen, rutschfest und einfach zu reinigen sein.

Eingestellt am: 19. Oktober 2016