Schwerhörigkeit im Alter

Achten Sie nicht nur im Alter auf Ihre Ohren

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Sie befinden sich „in den besten Jahren“ und stellen fest, dass das Hörvermögen langsam nachlässt? Das muss Sie nicht beunruhigen: Untersuchungen zufolge leidet jeder dritte Deutsche über 60 Jahre unter Hörproblemen. Doch wie äußert sich Schwerhörigkeit im Alter?

Viele ältere Menschen sind verunsichert, ob sie wirklich ernsthafte Hörprobleme haben und etwas unternehmen sollten. Statt zu handeln, warten sie erst einmal ab – mit dem Ergebnis, dass das Gehör sich noch weiter verschlechtert. Dabei gibt es für Schwerhörigkeit im Alter eindeutige Hinweise.

Schwerhörigkeit: Aufklärung durch HNO-Arzt

Hörprobleme können viele Ursachen haben: Durchblutungsstörungen, Stress und Infektionskrankheiten. „Abnutzungserscheinungen“ zeichnen am häu­figsten dafür verantwortlich, dass das Hörvermögen im Alter nachlässt. Teiweise ist nur ein verstopftes Ohr für die Schwerhörigkeit verantwort­lich. Dies lässt sich durch einen Besuch beim HNO-Arzt klären. Bleibt die Hörfähigkeit trotzdem eingeschränkt, sollte man ehrlich zu sich selbst sein – und die eigene Lebenssituation kritisch überprüfen.

Deutliche Merkmale für Hörprobleme im Alter können sein:

  • Sie nehmen leises Sprechen bzw. leise Geräusche nicht wahr – erhöhte Empfindlichkeit bei lauten Geräuschen
  • erschwertes Verstehen in lauter Umgebung
  • Überhören von Naturgeräuschen (Vogelgezwitscher, Blätterrauschen)

Weitere Indizien für Schwerhörigkeit

Oftmals kommen noch folgende Faktoren für Schwerhörigkeit im Alter hinzu:

  • häufiges Überhören des Telefons oder der Klingel – verstärktes Gefühl, dass Gesprächspartner nuscheln – häufiges Nachfragen
  • Probleme und Unsicherheit im Straßenverkehr
  • Überhören von Alltagsgeräuschen (Surren des Kühlschranks)
  • Angehörige und Nachbarn beschweren sich über zu lauten Fernseher / zu laute Musik

So schnell wie möglich handeln

Treffen mehrere der genannten Punkte zu, sollte der Betroffene sein Gehör beim Hörgeräte-Akustiker oder HNO-Arzt testen lassen. Und zwar so schnell wie möglich. Wer nichts gegen seine Hörprobleme unter­nimmt, wird mit der Zeit immer schlechter hören – und verzichtet vor allem auch auf ein hohes Maß an Lebensqualität. Moderne Hörgeräte helfen, die Hörminderung auszugleichen. Einem aktiven, wohlverdienten Ruhestand steht dann nichts mehr im Wege.

Eingestellt am: 29. Oktober 2013