„Büro-Augen“ vorm Bildschirm

Gerötete, brennende, juckende Augen – viele Menschen kennen dieses Problem. Vor allem diejenigen, die täglich am Computer arbeiten und dabei konzentriert auf den Bildschirm blicken müssen.

Mann vor Computer reibt sich die müden Augen

© sebra – Fotolia.com

Egal ob Sekretärin, Grafiker oder Versicherungsangestellte – quer durch alle Berufsgruppen klagen viele Arbeitnehmer über gerötete, müde oder schmerzende Augen. Kein Wunder, denn stundenlanges Starren auf den Bildschirm strapaziert unsere Augen ganz erheblich. Steht der Computer dazu noch in trockenen, klimatisierten Räumen, sind Augenprobleme beinahe vorprogrammiert.

Oft genug geblinzelt?

Ein Grund für das Problem: Wer ständig auf einen Bildschirm starrt, blinzelt zu wenig. Blinzeln ist jedoch für die Gesundheit des Auges ungeheuer wichtig. Denn bei jedem Lidschlag wird die Hornhaut auf dem Auge mit Tränenflüssigkeit befeuchtet – um sie glatt zu halten und mit Substanzen zu versorgen, die vor Infektionen schützen.

Innerhalb eines Tages blinzeln wir wie selbstverständlich etwa 10.000 Mal. Doch leider verhindert die Bildschirmarbeit diesen perfekten Mechanismus in vielen Fällen. Negative Folge: Die Augenoberfläche wird trocken, sie brennt und juckt. Nicht selten haben Betroffene das Gefühl, Sehkraft und Konzentrationsfähigkeit hätten abgenommen.

Haben Sie „Büro-Augen“?

Und nicht nur das: Immer öfter müssen Augenärzte Infektionen und zunehmend auch Hornhauttrübungen diagnostizieren. Experten nennen diese Berufskrankheit „Office Eye Syndrome„.

Vom Volksleiden trockenes Auge sind besonders oft Träger von Kontaktlinsen betroffen, da die Hornhaut unter der Linse einen noch höheren Feuchtigkeitsbedarf hat. Nach einem langen Tag am Computer empfinden manche ihre normalerweise perfekt sitzende Kontaktlinse als regelrechten Fremdkörper.

Bildschirm-Pausen einlegen

Der Computer lässt sich zwar nicht aus dem Büro verbannen. Menschen mit trockenen Augen können jedoch einiges gegen die Beschwerden unternehmen. Dabei kommt es nicht nur auf einen guten Bildschirm und optimale Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz an – sondern vor allem auf regelmäßige Bildschirm-Pausen. Zwischendurch sollten immer wieder mal Arbeiten verrichtet werden, die nicht am Computer erfolgen.

Eine effektive Möglichkeit, trockenen Augen entgegenzuwirken, sind Tränenersatzmittel aus der Apotheke. Die „künstlichen Tränen“ befeuchten die Hornhautoberfläche und verhindern auf diese Weise das Austrocknen. Irritationen und Reizungen können so in kurzer Zeit gelindert werden.

Eingestellt am: 21. November 2016