Arzneimittelversorgung über Apotheken gesichert

Die Apotheker tun alles, um die Arzneimittelversorgung zu sichern

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Der Apothekerverband ABDA warnt schon länger vor Lieferschwierigkeiten bei Arzneimitteln. Nun kommt noch die Corona-Epidemie dazu. Die Apotheker tun dennoch alles Menschenmögliche, um die Arzneimittelversorgung zu sichern.

Die Apotheken bleiben offen. Sie sind gerade während der Corona-Epidemie existenziell wichtig für die Arzneimittelversorgung. Leider gab es schon vor der Pandemie mehrfach Engpässe bei bestimmten Medikamenten – der Apothekerverband ABDA warnte immer wieder vor Lieferproblemen bei gängiger Medizin wie Schilddrüsenarzneien, Mitteln gegen Gicht oder Ibuprofen-Schmerzmitteln.

Eine Ursache für die Engpässe ist die Globalisierung: Viele Wirkstoffe werden aus Kostengründen nur noch in wenigen Ländern und an wenigen Standorten produziert. Häufig liegen die Fabriken in China oder Indien. Fällt dort die Produktion aus, trifft uns das auch in Europa.

Die Arzneimittelversorgung funktioniert

Dennoch sieht die Apothekerschaft nach wie vor keine durch die Corona-Krise verursachten Engpässe in der Arzneimittelversorgung. „Wir kennen Lieferengpässe schon seit Jahren. Und sie machen den Apotheken eine Menge Arbeit. Zusätzliche Probleme, die auf den Ausbruch der Coronavirus-Pandemie zurückzuführen wären, stellen wir aber nach wie vor nicht fest“, sagt Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

„Wir können natürlich nicht ausschließen, dass Auswirkungen der Krise im Laufe des Jahres auch in der Arzneimittelversorgung in Deutschland spürbar werden. Aber derzeit können wir die Patienten ordentlich versorgen. Auch die Herstellung von Desinfektionsmitteln in den apothekeneigenen Laboren ist zwischenzeitlich gut angelaufen.“

Keine Arzneimittel hamstern!

Auch an Medikamenten für die Selbstmedikation gebe es keinen Mangel. Saisonal würden vor allem Mittel gegen Erkältungssymptome nachgefragt, für die es eine Vielzahl von Präparaten unterschiedlicher Hersteller gäbe, so der ABDA-Präsident. Die Apotheken hätten entsprechende Bestände. „Deswegen gibt es keinen Grund zur Sorge und auch keinen Grund, Arzneimittel zu hamstern.“

Schmidt appellierte außerdem an Verbraucher, sich nicht durch Fake-News über Arzneimittel verunsichern zu lassen. „Wenn sich plötzlich Nachrichten zu angeblichen Gefahren oder Wunderwirkungen bestimmter Medikamente im Netz verbreiten, dann ist Vorsicht geboten. Fragen Sie einen Experten. Apotheker stehen für Fakten statt Fake-News.“

Eingestellt am: 20. März 2020