Apotheker kontrollieren Arzneimittel – zur Sicherheit der Patienten

Junge Apothekerin im Labor

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Jeden Tag kontrollieren Apotheker in ganz Deutschland stichprobenartig Fertigarzneimittel.

Arzneimittel sind Waren besonderer Art und keine Konsumgüter. Deshalb unterliegen sie einer strengen Kontrolle. Bei diesen Kontrollen handelt es sich um ein dichtes Si­cherheitsnetz von der Industrie über den Großhandel bis zur Apotheke vor Ort. Tagtäglich sorgen wir so dafür, dass eine qualifizierte und sichere Arznei­mittelversorgung gewährleistet ist.

Hinweise aus der Kundschaft

Die Apotheker garantieren mit ihrer Fachkompetenz die Qualität der Arzneimittel. Wenn wir Mängel feststellen, benachrichtigen wir sofort die Arzneimittelkommission der Deutschen Apothe­ker und staatliche Behörden. Zum Beispiel wenn Dragees Risse aufweisen oder sich Säfte auffallend verfärben.

Oft werden Apotheker auch durch Gespräche mit Patienten auf ein Arznei­mittel aufmerksam und geben vorsichtshalber einen Warnhinweis. Beispielsweise wenn sich Patienten über eventuelle Unverträglichkeiten eines Arzneimittels beklagen.

Kurze Reaktionszeiten

Teilweise führten die Hinweise der Apotheken zu Rückrufen ganzer Chargen durch die jeweiligen Hersteller. Bei gravierenden Qualitätsmängeln wäre es sogar möglich, ein Arzneimittel innerhalb von Stunden vom Markt zu nehmen.

Auch die Möglichkeit einer Doppelverordnung muss der  in Betracht ziehen. Es kommt immer wieder vor, dass die Patienten dem einen Arzt nicht sagen, was ein anderer ihnen verschrieben hat. Die Apotheker müssen also wissen, welche Arzneimittel sich nicht miteinander vertragen.

Eingestellt am: 20. November 2013