Trockene Scheide: Tipps zur Intimgesundheit

Tipps zur Behandlung einer trockenen Scheide

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Sie juckt, brennt und fühlt sich wund an: Eine trockene Scheide kann Frauen den schönsten Tag verderben – und natürlich auch die romantischste Nacht. Doch gegen fehlende Feuchtigkeit „untenrum“ kann jede Frau etwas tun. Was, verraten unsere Tipps.

Binden statt Tampons verwenden. Ist die Scheidenfeuchtigkeit gering, verwenden Frauen besser Binden oder eine Menstruationstasse statt Tampons. Denn Tampons saugen nicht nur das Blut auf, sondern auch das Scheidensekret. Vor allem durch große Tampons und am Ende der Periode kann die Haut stark austrocknen und gereizt werden.

Viel trinken. Wer zu wenig trinkt, neigt nicht nur zu trockener Haut, auch eine trockene Scheide kann die Folge sein. Täglich mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit trinken – bei warmem Wetter gerne auch mehr – ist deshalb in jedem Fall empfehlenswert.

Nicht zu oft baden und duschen. Viel Wasser von außen hält die Haut im Intimbereich leider nicht feucht, sondern trocknet sie aus. Das gilt für ausgedehnte Wannenbäder und noch mehr für das Schwimmen in gechlortem Wasser. Das intensive Duschen des Intimbereichs ist ebenfalls eine schlechte Idee, weil es den Selbstbefeuchtungsmechanismus der Scheide stören und so die gesunde Bakterienflora der Vagina durcheinanderbringen kann.

Den Intimbereich sanft reinigen. Normale Waschgele und Duschmittel haben in der Intimzone nichts zu suchen. Sie reinigen zu aggressiv, enthalten meist Parfüm- oder Konservierungsstoffe, die die sensible Haut im äußeren Intimbereich austrocknen und reizen. Im Prinzip genügt lauwarmes Wasser zur täglichen Reinigung. Wer die Haut beim Waschen zusätzlich sanft pflegen und befeuchten möchte, verwendet eine spezielle Intimwaschlotion. Sie sorgt nicht nur für eine sanfte Reinigung, sondern versorgt die Haut gezielt mit pflegenden und feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen.

Regelmäßig für Entspannung sorgen. Gar nicht so selten gehört Stress mit zu den Ursachen für eine trockene Scheide. Deshalb sind Entspannungsverfahren wie Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, Yoga und Meditation in jedem Fall einen Versuch wert, um den Flüssigkeitshaushalt langfristig wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Luftige Wäsche tragen. Eigentlich logisch: Enge, scheuernde Slips und Strings reizen die Haut. Locker-luftige Dessous – vor allem aus natürlichen Materialien – lassen sie atmen. Deshalb gerade bei sensibler, trockener Haut auf passende Unterwäsche achten.

Sex. Ob zu zweit oder auch mal alleine – Sex fördert die Sekretbildung. Das ist genau das, was eine trockene Scheide braucht. Einziges Problem dabei: Manchmal ist die Schleimhaut in der Vagina bereits so empfindlich, dass die Reibung beim Geschlechtsverkehr Schmerzen bereitet. Hier kann ein Befeuchtungsgel helfen, das auch hervorragend als Gleitgel funktioniert und die Reißfestigkeit von Kondomen nicht beeinträchtigt.

Mehr bewegen. Der Effekt wird von Frauen oft noch unterschätzt: Spazierengehen, Treppe statt Aufzug nehmen, Sport treiben – all das fördert die Durchblutung, auch die der Scheidenschleimhaut. Dadurch kann sie sich besser regenerieren und Trockenheitsbeschwerden lassen langfristig nach.

Die Pille prüfen. Östrogene sorgen für eine gute Durchblutung und Befeuchtung der Vagina. Wird die körpereigene Östrogenbildung beispielsweise durch eine niedrig dosierte Mikropille unterdrückt, reicht die Östrogenkonzentration bei manchen Frauen für eine gut befeuchtete Scheide nicht aus. Dann kann der Wechsel zu einer anderen Pille oder Verhütungsmethode helfen.

Eingestellt am: 8. Oktober 2020