Rheuma trifft auch junge Menschen

Foto: © Deutsche Rheuma-Liga/Volker Lannert

Britta und Christian haben Rheuma. Die beiden jungen Leute sind Protagonisten der neuen Aufklärungskampagne „Rheuma ist jünger als du denkst“. Die Deutsche Rheuma-Liga startet damit am 12. Oktober, dem Welt-Rheuma-Tag 2019.

Rheuma trifft auch junge Menschen – so wie Britta (23) und Christian (43). Beide haben sich entschlossen, als Protagonisten die Aufklärungskampagne „Rheuma ist jünger als du denkst“ zu unterstützen. Die Deutsche Rheuma-Liga startet diese Kampagne am Welt-Rheuma-Tag 2019.

Britta und Christian möchten, dass junge Rheumatiker mehr Verständnis bekommen und ernst genommen werden. Sie möchten die Öffentlichkeit darüber informieren, was es heißt, Rheuma zu haben. Und sie möchten, dass Rheuma nicht mehr als „Alte-Leute-Krankheit“ wahrgenommen wird. Denn Rheuma trifft auch junge Menschen – und zwar nicht wenige.

Britta und Christian bloggen über ihren Alltag mit Rheuma

Die Deutsche Rheuma-Liga möchte mit der Kampagne gegen Vorurteile angehen, auf gesellschaftlicher wie politischer und medizinischer Ebene wachrütteln. Britta und Christian werden die kommenden neun Monate mehrmals die Woche auf der Social-Media-Plattform Instagram aus ihrem Leben mit Rheuma berichten. Sie wünschen sich, dass Rheuma zukünftig auch bei jungen Menschen frühzeitig erkannt wird, damit notwendige medizinische Maßnahmen schnellstmöglich eingeleitet werden. Denn je eher die Therapie beginnt, desto besser stehen die Chancen, einen Stillstand der Krankheit zu erreichen.

Auf Instagram können Interessierte die Beiträge der beiden ohne Registrierung mitlesen. Wer auch die Videos aus Brittas und Christians Alltag sehen möchte, muss sich registrieren. Die Registrierung ist kostenlos.

„Rheuma ist keine Frage des Alters!“

„Rheuma ist keine Frage des Alters, es ist keine Alte-Leute-Krankheit. Darauf immer wieder hinzuweisen, aktuell mit der Kampagne ‚Rheuma ist jünger als du denkst‘, ist mir ein besonderes Anliegen“, sagt Rotraut Schmale-Grede. Die Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga betont: „Es muss ein Wandel in der öffentlichen Wahrnehmung von Menschen mit Rheuma stattfinden. Sie dürfen nicht diskriminiert werden. Denn diese Diskriminierung erschwert besonders jungen Menschen die eigene Identifikation mit der chronischen Erkrankung.“

Die Rheuma-Liga unterstützt junge Rheumatiker genauso wie ältere, erklärt Rotraut Schmale-Grede: „Wir haben bei unseren Projekten und Maßnahmen sehr differenziert die Bedürfnisse der Betroffenen der verschiedenen Altersgruppen im Blick.“ So hat die Deutsche Rheuma-Liga unter anderem für junge Betroffene mit „Mein Rheuma wird erwachsen“ ein Transitionsprojekt ins Leben gerufen, bei dem junge Rheumatiker andere junge Rheumatiker ehrenamtlich als Transition Peers in der schwierigen Phase des Wechsels vom Kinder- zum Erwachsenenrheumatologen unterstützen.

Rheuma trifft auch junge Menschen – und sogar Kinder

Ebenso hat der Verband ein umfangreiches Informationspaket mit interaktiven Materialien und Fakten rund um die Erkrankung für Lehrer geschnürt, die mehr über das Thema Kinderrheuma wissen und weitergeben möchten. Für jüngere Erwachsene gibt es in den Landesverbänden verschiedene Angebote vom Arbeitskreis 35+ bis hin zu Stammtischen für junge Rheumatiker und Bewegungsangebote wie zum Beispiel „aktiv-hoch-r“.

„Es geht darum, dass es Menschen mit Rheuma – in jedem Alter – in Deutschland besser geht. Lassen Sie uns dafür gemeinsam sorgen“, appelliert Rotraut Schmale-Grede an die Bundesbürger.

Eingestellt am: 9. Oktober 2019