Tipps bei niedrigem Blutdruck

Niedriger Blutdruck ist zwar meistens harmlos, kann aber eine Belastung sein. Oft helfen schon einfache Maßnahmen, um den Blutdruck zu stabilisieren.

Blutdruckmessgerät

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Falls Ihr Blutdruck ohne erkennbaren Grund öfter oder dauerhaft niedrig ist, besteht dennoch in aller Regel kein Grund zur Sorge. Im Gegenteil: Menschen mit niedrigem Blutdruck (Hypotonie) haben sogar eine höhere Lebenserwartung. Denn anders als der krankhafte Bluthochdruck (Hypertonie) schädigen niedrige Werte die Blutgefäße nicht.

Manchmal gibt es Kreislaufprobleme

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat bei Frauen einen Blutdruck von unter 100 zu 60 mmHg und bei Männern von weniger als 110 zu 70 mmHg als Hypotonie definiert. Wer seinen Blutdruck dauerhaft kaum über diese Werte bringt, bleibt von ernsthaften Herz-Kreislauf-Erkrankungen zwar meist verschont – wird dafür aber möglicherweise von Kreislaufproblemen geplagt. Die typischen Symptome wie Schwindel, Schwarzwerden vor den Augen, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Konzentrationsschwäche können die Lebensqualität mindern.

Meist Veranlagungssache

Es gibt verschiedene Ursachen für den niedrigen Druck in den Gefäßen. Häufig kommt die primäre oder auch essenzielle Hypotonie vor, der niedrige Blutdruck aufgrund von Veranlagung. Davon betroffen sind oft junge, schlanke Frauen. Niedriger Blutdruck kann manchmal aber auch die Folge einer organischen Grunderkrankung sein oder als Nebenwirkung eines Medikaments auftauchen. Dann sprechen Ärzte von sekundärer Hypotonie. Ein Check-up beim Arzt sorgt für Klarheit.

Werden Sie aktiv!

Die primäre Hypotonie muss nicht unbedingt behandelt werden. Geht sie jedoch mit Kreislaufbeschwerden einher, sollten Sie gegensteuern. Ein niedriger Blutdruck lässt sich zwar nur schwer dauerhaft erhöhen, aber zumindest stabilisieren. Oft führen dabei einfache Maßnahmen zum Erfolg. Unsere Tipps:

– Gönnen Sie sich morgens nach dem Weckerklingeln noch fünf bis zehn Minuten zum Wachwerden. Strecken und räkeln Sie sich ausgiebig.

– Danach bringt Wechselduschen den Kreislauf in Schwung und trainiert die Gefäße. Hören Sie immer mit einer kalten Brause auf.

– Regelmäßige Saunabesuche sind ebenfalls ein gutes Gefäßtraining. Wenn Sie noch nie in der Sauna waren – fragen Sie vorher bitte Ihren Arzt um Rat.

Ausdauersport wie Walken, Rad fahren oder Joggen helfen bei der Regulation des Blutdrucks und sorgen dafür, dass der Körper optimal mit Sauerstoff versorgt wird.

– Ebenfalls gut: die Beine hoch lagern und Wadenmuskel-Gymnastik machen.

– Pflanzliche oder homöopathische Mittel aus der Apotheke können anregend und kreislaufstimulierend wirken – Ihr Apotheker berät Sie gern. In schweren Fällen kann der Arzt blutdrucksteigernde Medikamente verschreiben.

Eingestellt am: 11. August 2015