Stress kann Herzrhythmusstörungen auslösen

Viele rote Stoffherzen mit einer EKG -Linie.

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Deutschlands Herzen im Stress: Ständiger Zeitdruck und hohe Belastungen können Auslöser von Herzrasen, Herzstolpern oder Herzklopfen sein.

Herzrhythmusstörungen nehmen zu, das zeigt der aktuelle Herzbericht der Deutschen Herzstiftung. Ein möglicher Grund könnte die stetig wachsende Stressbelastung sein – darauf deutet die Anfang 2015 durchgeführte Umfrage „Deutschlands gestresste Herzen“ hin, bei der über 2.500 Frauen und Männer befragt wurden. Ergebnis: Mehr als ein Fünftel der Befragten kannte Symptome wie Herzrasen, Herzstolpern oder Herzklopfen, und fast jeder Vierte der Betroffenen leidet zumindest einmal die Woche unter solchen Beschwerden. Mit dem Auftreten der Herzsymptome ist häufig Angst verbunden: So sind rund 80 Prozent der Betroffenen deswegen beunruhigt, und etwa 60 Prozent haben die damit verbundenen Sorgen bereits ihrem Arzt mitgeteilt.

Die Lebensqualität leidet

Herzrhythmusstörungen sind zwar in der Regel ungefährlich, trotzdem leidet die Lebensqualität der Betroffenen, wenn der Herzschlag unregelmäßig ist oder scheinbar aussetzt. Ob Herzrhythmusstörungen harmlos, weniger harmlos oder eventuell sogar bedrohlich sind, kann nur ein Arzt nach ausführlicher Untersuchung des Patienten entscheiden. Unregelmäßigkeiten des Pulsschlags treten bei fast allen Menschen irgendwann im Laufe ihres Lebens auf, das ist völlig natürlich. Der Übergang zwischen normalen und krankhaften Herzrhythmusstörungen kann fließend sein – krankhaft bedeutet aber nicht zwangsläufig gefährlich.

Eine mögliche Ursache für funktionelle Herzrhythmusstörungen kann neben Stress auch ein Mangel an wichtigen Vitalstoffen sein – wie vor allem Kalium und Magnesium. Wer häufiger unter Herzrasen oder Herzstolpern leidet, sollte auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Zufuhr von Mineralstoffen achten. Fragen Sie diesbezüglich Ihren Arzt, oder lassen Sie sich in der Apotheke beraten.

Tipps gegen den Stress

– Versuchen Sie, jeden Tag kleine Belohnungen in Ihren Alltag einzubauen – wie zum Beispiel eine gemütliche Tasse Tee, einen kleinen Spaziergang, ein Gespräch mit einer guten Freundin oder ein Entspannungsbad. Schon die Vorfreude hebt die Stimmung.

– Fressen Sie Kummer nicht in sich hinein, sprechen Sie mit einer Vertrauensperson über Ihre Sorgen.

– Nobody is perfect. Schrauben Sie Ihre Ansprüche etwas zurück. Sie müssen nicht alles schaffen und ständig verfügbar sein.

– Nehmen Sie sich jeden Tag Zeit für sich – ohne Handy, ohne Radio, ohne Kindergeschrei.

– Finden Sie heraus, wie Sie sich im Alltag fühlen: Hetzen mich andere – oder hetze ich mich selbst?

– Tun Sie Dinge bewusst einmal langsam: Gehen Sie statt zu fahren, essen Sie langsam und mit Genuss.

– Die Zukunft ist erst morgen. Versuchen Sie, nicht immer wieder an die vielen kommenden Aufgaben zu denken – beschäftigen Sie sich nur mit dem, was gerade ist.

– Machen Sie immer nur eine Sache auf einmal.

Eingestellt am: 2. Juli 2015